Rückenwind aus Berlin und teures Rohöl beflügeln Verbio. Die Aktie des Biokraftstoffherstellers springt am Donnerstag um gut fünfeinhalb Prozent auf 39,54 Euro. Damit setzt sich das SDAX-Unternehmen an die Spitze der Tagesgewinner. Zwei Faktoren treiben den Kurs aktuell an.
Neue Regeln aus Berlin
Der Umweltausschuss des Bundestages hat den Weg für mehr Biokraftstoff freigemacht. Die Abgeordneten stimmten einer Änderung beim sogenannten THG-Quoten-Gesetz zu. Ein zentrales Detail hilft Verbio direkt. Die Kappungsgrenze für konventionelle Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermitteln steigt. Bis zum Jahr 2032 klettert sie auf 5,8 Prozent.
Parallel dazu wächst die vorgeschriebene Gesamtquote. Sie soll im Jahr 2027 bei 17,5 Prozent liegen und danach schrittweise weiter steigen. Die Folge: Verbio erhält mehr Planungssicherheit für künftige Investitionen.
Teures Rohöl stützt das Geschäft
Abseits der Politik profitiert der Konzern von den globalen Energiemärkten. Der Konflikt im Nahen Osten treibt die Preise für fossile Brennstoffe nach oben. Am Donnerstag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent mehr als 103 US-Dollar.
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Teures Öl macht Biokraftstoffe automatisch wettbewerbsfähiger. Das treibt die Nachfrage nach den Verbio-Produkten an. Die Börse honoriert diese Mischung aus politischer Unterstützung und starkem Marktumfeld. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mit einem Plus von rund 77 Prozent fast verdoppelt.
Hohe Volatilität bleibt
Trotz des steilen Aufwärtstrends schwankt das Papier stark. Die annualisierte Volatilität liegt bei fast 100 Prozent. Analysten bewerten die Lage entsprechend unterschiedlich. Die Deutsche Bank rät mit einem Kursziel von 40,50 Euro zum Kauf. Jefferies bleibt mit einem Ziel von 25 Euro deutlich skeptischer.
Das finale Wort zur THG-Quote hat nun das Parlament. Der Bundestag stimmt noch am Donnerstag über den Gesetzentwurf ab. Am 8. Mai folgt dann der Bundesrat. Passiert das Gesetz beide Kammern, hat Verbio sein wichtigstes politisches Ziel für dieses Jahr erreicht.
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