Nach einer harten Abverkaufswoche kehrt das Kapital zurück. US-Spot-ETFs auf Bitcoin verzeichnen wieder frische Mittel. Das beendet eine siebentägige Durststrecke. Institutionelle Investoren nutzen die niedrigen Kurse offenbar zum Einstieg.

Am 12. Juni flossen den Fonds netto rund 86 Millionen US-Dollar zu. Allein der IBIT-Fonds von BlackRock sammelte fast 58 Millionen US-Dollar ein. Zuvor hatten Anleger in nur einer Woche über 1,6 Milliarden US-Dollar abgezogen.

Der Kurs reagiert positiv auf diese Entwicklung. Aktuell notiert die Kryptowährung bei rund 63.550 US-Dollar. Damit löst sich Bitcoin etwas von seinem jüngsten Jahrestief. Dieses markierte der Coin Anfang Juni bei gut 59.200 US-Dollar.

Makro-Umfeld stützt die Stimmung

Ein verändertes makroökonomisches Umfeld treibt diese Erholung an. Berichte über diplomatische Fortschritte zwischen Pakistan und Iran senken das geopolitische Risiko. Das fördert die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.

Parallel dazu sorgte das Nasdaq-Debüt von SpaceX für allgemeine Zuversicht an den Märkten. Diese Faktoren begünstigen riskante Anlageklassen wie Kryptowährungen.

Bereinigung am Terminmarkt

Trotz der frischen ETF-Gelder bleibt die Grundstimmung angespannt. Der Stimmungsindikator für den Kryptomarkt signalisiert weiterhin extreme Angst. Ein nachhaltiger Aufwärtstrend ist noch nicht vollständig eingepreist.

Der Terminmarkt liefert derweil ein sauberes Bild. Das offene Interesse an Bitcoin-Futures fiel von 42 Milliarden US-Dollar im Mai auf zuletzt 25 Milliarden US-Dollar. Das ist der tiefste Stand seit sechs Monaten.

Diese massive Bereinigung nimmt Hebelrisiken aus dem Markt. Der aktuelle Kursanstieg basiert daher weniger auf Spekulation. Er ruht auf einem solideren Fundament.

Trotz eines monatlichen Abflusses von rund vier Milliarden US-Dollar dominieren langfristig die Zuflüsse. Seit Start sammelten die US-Bitcoin-ETFs fast 54 Milliarden US-Dollar ein. Der jüngste Trendbruch liefert nun ein starkes Signal. Halten die institutionellen Käufe an, stabilisiert das den Boden oberhalb der 60.000-Dollar-Marke.