Bitcoin: Angebot schwindet, Nachfrage steigt

Die Bitcoin-Bestände an Kryptobörsen sinken auf den niedrigsten Stand seit 2018, während institutionelle Käufer und ETFs massiv akkumulieren. Regulatorische Klarheit und die Zinspolitik setzen den Rahmen.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Börsenreserven auf niedrigstem Stand seit 2018
  • Strategy und ETFs kaufen Bitcoin massiv
  • Regulatoren klassifizieren Bitcoin als Rohstoff
  • Fed-Zinspolitik bleibt entscheidender Faktor

Während Bitcoin am Wochenende knapp unter der 70.000-Dollar-Marke konsolidiert, verdichten sich im Hintergrund strukturelle Verschiebungen. Institutionelle Käufer akkumulieren auf breiter Front — gleichzeitig erreicht das verfügbare Angebot an Kryptobörsen den niedrigsten Stand seit 2018.

Strategy kauft, ETFs fließen, Börsen leeren sich

Strategy erwarb zwischen dem 2. und 8. März weitere 17.994 BTC für rund 1,28 Milliarden Dollar — zu einem Durchschnittspreis von 70.946 Dollar je Coin. Der Gesamtbestand des Unternehmens beläuft sich damit auf 738.731 BTC, was mehr als 3,4 Prozent der maximalen Bitcoin-Gesamtmenge entspricht. Auf Mark-to-Market-Basis liegt die Position aktuell rund 6 Milliarden Dollar im Minus. Das erklärte Ziel: bis Ende 2026 eine Million Bitcoin zu halten — was Wochenkäufe von rund 5.700 BTC erfordern würde.

Parallel dazu verzeichneten Spot-Bitcoin-ETFs zwischen dem 9. und 17. März sieben aufeinanderfolgende Tage mit Zuflüssen. Insgesamt flossen 1,17 Milliarden Dollar in die Produkte, mehr als die Hälfte davon in BlackRocks IBIT. Die gesamten Nettovermögen der Bitcoin-Spot-ETFs stiegen in dieser Periode von 88,34 auf 95,77 Milliarden Dollar. Am 18. März — dem Tag der Fed-Entscheidung — gab es einen Abfluss von 129 Millionen Dollar, die Woche schloss dennoch netto positiv.

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Das Ergebnis dieser Akkumulation ist spürbar: Die Bitcoin-Reserven auf zentralisierten Handelsplattformen sind von 3,2 Millionen BTC im Jahr 2024 auf rund 2,7 Millionen gesunken — das niedrigste Niveau seit 2018.

Frühinvestoren steigen aus

Auf der anderen Seite der Transaktion stehen langjährige Frühanleger. Ein nicht identifiziertes Wallet, das vor rund zwölf Jahren 5.000 BTC zu etwa 332 Dollar je Coin erwarb, bewegte seit November 2024 insgesamt 3.500 BTC zu Börsen — zuletzt 1.000 BTC am 19. März bei einem Kurs von rund 70.500 Dollar. Der realisierte Gewinn auf die ursprüngliche Investition von 1,66 Millionen Dollar: rund 330 Millionen Dollar.

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Ein weiterer Verkäufer, den Arkham Intelligence mit dem frühen Bitcoin-Investor Owen Gunden in Verbindung bringt — was dieser nicht bestätigt hat — transferierte über fünf Monate rund 11.650 BTC in sieben Tranchen zu Kraken, im kombinierten Wert von 1,16 Milliarden Dollar.

Regulierung und Zinspolitik setzen Rahmen

Am 17. März veröffentlichten SEC und CFTC eine gemeinsame 68-seitige Interpretation, die 16 Kryptowerte — darunter Bitcoin, Ether, Solana und XRP — explizit als digitale Rohstoffe nach Bundesrecht klassifiziert, nicht als Wertpapiere. Eine regulatorische Klarstellung, auf die die Branche über ein Jahrzehnt gewartet hat.

Die Fed beließ die Zinsen am 18. März unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Das nächste FOMC-Meeting findet am 6. und 7. Mai statt. Kevin Warsh soll Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden ablösen — seine Haltung zu möglichen Zinssenkungen wird maßgeblich bestimmen, ob sich das Umfeld für Risikoassets in der zweiten Jahreshälfte 2026 entspannt. Technisch gilt der Widerstand bei 71.000 Dollar als nächste entscheidende Marke.

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Als Finanzanalyst und Börsenjournalist beschäftige ich mich seit über vier Jahrzehnten intensiv mit den Finanzmärkten. Meine Spezialisierung liegt auf der Analyse wachstumsstarker Aktien und der Entwicklung von Anlagestrategien, die fundamentale Bewertung mit technischer Analyse kombinieren.

Ein zentraler Aspekt ist das Timing („Timing is Money“), denn Risikobegrenzung ist essenziell („Vermeiden ist besser als Verlieren!“). Mein Ziel ist es, Ihnen klare Orientierung in dynamischen Märkten zu bieten.

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