Bitcoin: Schlechtestes Q1 seit 2018

Bitcoin verzeichnet das schlechteste erste Quartal seit acht Jahren. Gleichzeitig arbeiten Entwickler an einem Schutz vor Quantencomputern, während ETF-Abflüsse und regulatorische Ungewissheit den Markt belasten.

Bitcoin Aktie
Kurz & knapp:
  • Schlechtestes erstes Quartal seit 2018
  • Neuer Transaktionstyp gegen Quantenangriffe
  • ETF-Abflüsse und steigender Verkaufsdruck
  • Regulatorische Klarheit als möglicher Wendepunkt

Bitcoin startet mit erheblichem Gegenwind in das zweite Quartal 2026. Das erste Quartal schloss mit einem Verlust von rund 23 Prozent – das schwächste Eröffnungsquartal seit 2018 und das erste Mal überhaupt, dass Januar, Februar und März im selben Jahr alle im Minus endeten. Gleichzeitig arbeiten Entwickler an der technischen Absicherung des Netzwerks gegen eine langfristige Bedrohung: Quantencomputer.

BIP-360: Quantenschutz im Testbetrieb

BTQ Technologies meldete Ende März, dass das Bitcoin Quantum Testnet v0.3.0 die erste funktionale Implementierung von BIP-360 enthält. Dieser neue Transaktionstyp namens Pay-to-Merkle-Root (P2MR) soll Bitcoins Verwundbarkeit gegenüber Quantencomputer-Angriffen reduzieren. Das Testnet hat bereits mehr als 50 Miner eingesetzt und über 100.000 Blöcke verarbeitet.

Der Hintergrund ist nicht trivial: Rund 6,51 Millionen BTC – etwa 32,7 Prozent des umlaufenden Angebots – liegen derzeit in Adressen, die als quantenanfällig gelten.

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Bis zur Aktivierung auf dem Mainnet ist es jedoch ein weiter Weg. BIP-360 muss noch umfangreiche Sicherheitsaudits und einen Community-Konsens durchlaufen. Innerhalb der Bitcoin-Entwicklergemeinschaft ist die Debatte über das Tempo gespalten: Charles Edwards plädiert für ein Deployment noch 2026, während Adam Back und Samson Mow die Dringlichkeit als übertrieben einschätzen.

ETF-Abflüsse und Wale erhöhen den Druck

Auf Marktebene zeigen sich weitere Belastungsfaktoren. Am 1. April verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Netto-Abflüsse von 173,7 Millionen US-Dollar. BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC – historisch die stärksten Magneten für institutionelles Kapital – standen mit Abflüssen von 86,5 beziehungsweise 78,6 Millionen US-Dollar an der Spitze. Damit drehte die letzte Märzwoche wieder ins Negative, nachdem die ETFs im März insgesamt noch 1,13 Milliarden Dollar an Zuflüssen verbucht hatten.

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Parallel dazu stieg die Exchange Whale Ratio von 0,34 Anfang Januar auf 0,79 Ende März – ein Zeichen dafür, dass Großhalter konsistent Bitcoin an Börsen transferieren und damit Verkaufsdruck aufbauen.

Regulatorischer Katalysator im April

Der Fear-and-Greed-Index markierte Ende März mit einem Wert von 8 den 59. aufeinanderfolgenden Tag im Bereich „Extreme Fear“ – die längste Strecke seit dem FTX-Kollaps 2022.

Ein möglicher Wendepunkt könnte der 16. April bringen: Die SEC hat für diesen Tag einen Roundtable zum CLARITY Act angesetzt, der erstmals ein föderales Rahmenwerk für digitale Assets in den USA schaffen würde. Institutionelle Investoren warten genau auf diese regulatorische Klarheit. Scheitert das Gesetz, verschiebt sich einer der wenigen verbleibenden strukturellen Kurstreiber voraussichtlich bis 2027.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.