Am Markt für US-Spot-ETFs auf Bitcoin hat sich zum Ausklang der vergangenen Handelswoche Ernüchterung breitgemacht. Am Freitag verzeichneten die börsengehandelten Indexfonds in den USA unterm Strich Nettoabflüsse in Höhe von 82,4 Millionen US-Dollar. Nach einer Phase robuster Zuflüsse zogen institutionelle Adressen damit wieder spürbar Kapital aus den entsprechenden Anlagevehikeln ab.
Abzug bei BlackRock und Fidelity
Der Löwenanteil der Mittelabzüge entfiel Medienberichten zufolge auf das Schwergewicht unter den Krypto-Fonds: Allein der IBIT von BlackRock verbuchte am Freitag ein Minus von 71,8 Millionen US-Dollar. Auch beim FBTC von Fidelity hielten sich die Anleger nicht zurück und zogen 10,6 Millionen US-Dollar ab. Zusammengenommen machten die beiden Adressen damit fast das gesamte Abflussvolumen des Handelstages aus.
Am Kassamarkt zeigte sich der Bitcoin von den ETF-Verkäufen zunächst widerstandsfähig. Der Kurs notiert bei 82.428,00 US-Dollar, was einem leichten Tagesplus von 0,5 Prozent entspricht. Damit bewegt sich die Notierung 1,1 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hält vorerst Anschluss an das jüngste Kursniveau.
Strategy stockt Bestände auf
Dass die Nachfrage auf Unternehmensebene keineswegs vollständig versiegt ist, belegen jüngste Transaktionsmeldungen. Das Softwareunternehmen Strategy gab bekannt, zwischen dem 5. und 11. Oktober weitere 250 Bitcoin für insgesamt 21,5 Millionen US-Dollar erworben zu haben.
Die gesamten Bestände des Konzerns kletterten damit auf 848.250 Einheiten der Kryptowährung. Unabhängig von den Zukäufen im Krypto-Segment kaufte Strategy im selben Zeitraum eigene Vorzugsaktien der Gattung STRC im Wert von 192,4 Millionen US-Dollar zurück.
Hebelprodukte in der Warteschleife
Während die bestehenden Spot-ETFs mit wechselnden Kapitalströmen umgehen müssen, bahnt sich im Produktsegment der Derivate weiterer Zuwachs an. Vor rund zwei Wochen genehmigte die US-Wertpapier- und Börsenaufsicht SEC einen Antrag der Börse Cboe BZX zur Notierung von sechs gehebelten Rohstofffonds, darunter ein dreifach gehebelter Bitcoin-Fonds des Anbieters Volatility Shares.
Ein konkreter Starttermin für den Handel mit diesem gehebelten Instrument steht allerdings noch aus, da vor der Notierungsaufnahme eine wirksame Registrierungserklärung der Behörde vorliegen muss.
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