Bitzero Holdings kämpft nach einer turbulenten ersten Woche an der Nasdaq um Stabilität. Die Aktie des Rechenzentrum-Spezialisten versucht derzeit, einen Boden zu bilden. Anleger verarbeiten einen massiven Kurssturz, der auf die anfängliche Euphorie folgte.
Umbau für die Wall Street
Der Wechsel an die Nasdaq erforderte eine neue Führungsstruktur. Bitzero berief Mohammed Bakhashwain zum neuen Verwaltungsratsvorsitzenden. Parallel dazu verstärken Guido Contesso und Selena Barrera das Gremium als unabhängige Direktoren.
Dieser Schritt markiert den Aufstieg vom kanadischen Nebenwert zum regulierten US-Börsensegment. Das Unternehmen verließ dafür den OTCQB-Markt. An der Nasdaq firmiert Bitzero nun unter dem Kürzel AIBZ.
Milliarden-Deal in Skandinavien
Trotz der Kurskapriolen treibt das Management seine Großprojekte in Nordeuropa voran. Im Fokus steht ein 15-jähriger Mietvertrag mit OneQode in Norwegen. Dieser Vertrag umfasst eine Kapazität von 110 Megawatt.
Das Projekt soll über die Laufzeit rund 2,6 Milliarden Dollar einbringen. Erste Kapazitäten von 70 Megawatt gehen voraussichtlich im vierten Quartal 2026 ans Netz. Die spezifische Inbetriebnahme für OneQode folgt im ersten Halbjahr 2027.
In Finnland plant Bitzero den Standort Kokemäki. Dort soll die Kapazität langfristig auf bis zu 520 Megawatt steigen. Die erste Phase sieht zunächst 80 Megawatt vor.
Volatilität bleibt extrem
Die Aktie notiert aktuell bei 4,60 Euro. Das entspricht einem minimalen Tagesplus von 0,44 Prozent. In der Vorwoche erreichte das Papier noch ein Hoch von 9,25 Euro.
Marktbeobachter werten die Korrektur als typische Reaktion nach einem Börsenlisting. Die Volatilität liegt annualisiert bei extremen 227 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 48,9 eine neutrale Zone.
Der Fokus verschiebt sich nun von der Börsennotiz auf die operative Umsetzung. Die pünktliche Inbetriebnahme der ersten 70 Megawatt in Norwegen Ende 2026 gilt als nächster wichtiger Meilenstein.
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