Der Krypto-Winter scheint für Cardano noch nicht vorbei zu sein. Nach einem kurzen Hoffnungsschimmer in Richtung 0,90 Dollar bricht die Kryptowährung wieder ein und durchstößt wichtige Unterstützungsmarken. Während Befürworter auf eine mögliche ETF-Zulassung setzen, sprechen die Charts eine andere Sprache.

Technische Warnsignale häufen sich

Die Charttechnik zeichnet ein düsteres Bild: Ein Kopf-Schulter-Formation auf dem 4-Stunden-Chart wurde bestätigt, nachdem die entscheidende Nackenlinie bereits durchbrochen wurde. Das Signal ist eindeutig bearish und deutet auf weitere Kursrückgänge hin.

Besonders problematisch: Der Kaufdruck, der sich zwischenzeitlich aufgebaut hatte, ist praktisch verschwunden. Nach dem gescheiterten Ausbruchsversuch in Richtung 0,90 Dollar herrscht wieder Ernüchterung. Die Verkäufer haben das Ruder übernommen.

Regulatorische Sorgen belasten Sektor

Was treibt die Verkaufswelle an? Vor allem verschärfte regulatorische Bedenken aus den USA werfen ihre Schatten über den gesamten Krypto-Bereich. Investoren bewerten die Risiken digitaler Assets neu und ziehen sich aus riskanten Position zurück.

Die Liquidierung von Long-Positionen im Wert von über 6 Millionen Dollar verdeutlicht die aktuelle Volatilität und die Nervosität der Trader.

ETF-Hoffnung gegen Chartbild

Trotz der düsteren Technik gibt es einen Lichtblick: Die Wahrscheinlichkeit für einen Cardano-ETF wird an Prognosemärkten mit bis zu 83 Prozent bewertet. Eine solche Zulassung könnte institutionelles Kapital anlocken und dem Kurs neuen Schwung verleihen.

Auch der Abfluss von ADA-Token von zentralen Börsen hin zu privaten Wallets wird als bullisches Signal gewertet – ein Zeichen dafür, dass langfristige Investoren ihre Positionen halten wollen.

Entwicklung trifft auf Realität

Während Cardano-Gründer Charles Hoskinson den neuen Stablecoin USDM als "fortschrittlichsten je entwickelten" bewirbt und die Total Value Locked im Netzwerk steigt, bleibt die entscheidende Frage: Reicht das, um den technischen Abwärtstrend zu durchbrechen? Die nächsten Handelstage dürften zeigen, ob die fundamental positive Entwicklung die bearische Charttechnik überwinden kann.