Cardano verzeichnet heute eine Tagesveränderung von -2,1%. Auf regulatorischer Ebene setzt sich die Cardano Foundation zugleich für klarere Vorgaben in den USA und eine Begrenzung zusätzlicher EU-Regeln ein. Dabei handelt es sich um Forderungen an die Behörden, nicht um bereits beschlossene Erleichterungen. Für Anleger liegt genau darin der entscheidende Unterschied: Die Initiativen formulieren gewünschte Rahmenbedingungen, ändern diese aber noch nicht.
Forderung nach klarer US-Einstufung
Die Cardano Foundation hat gemeinsam mit weiteren Blockchain-Organisationen einen Brief an die US-Börsenaufsicht SEC unterzeichnet. Das Schreiben vom Dienstag fordert, die Einstufung digitaler Rohstoffe unmittelbar in die vorgeschlagenen Kryptoregeln aufzunehmen. Außerdem soll die Behörde den Umgang mit dem Handel am Sekundärmarkt und mit Staking präzisieren.
Medienberichten zufolge gehören Chainlink Labs, Hedera, Aptos Labs, Ava Labs und die Stellar Development Foundation zu den weiteren Unterzeichnern. Die Initiative ist damit keine isolierte Forderung Cardanos, sondern ein gemeinsamer Vorstoß mehrerer Organisationen.
Eine Entscheidung der SEC stellt der Brief ausdrücklich nicht dar. Für die Bewertung ist deshalb zwischen dem regulatorischen Anliegen und dessen möglicher Umsetzung zu unterscheiden. Der Vorstoß zielt auf verbindlichere Vorgaben; ob die Behörde diese übernimmt, ist damit nicht entschieden.
Widerstand gegen eine MiCA-Ausweitung
Auch gegenüber der Europäischen Kommission positioniert sich die Cardano Foundation. In einer gestern veröffentlichten Berichterstattung über ihre Eingabe vom 30. September wird ihre Ablehnung zusätzlicher Regeln für dezentrale Finanzanwendungen und Staking beschrieben. Konkret richtet sie sich gegen eine entsprechende Ausweitung des europäischen MiCA-Regelwerks.
Beide Initiativen betreffen damit ähnliche Themen, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze. In den USA fordert die Foundation eine ausdrückliche Einordnung und Klarstellungen. In Europa wendet sie sich gegen eine Erweiterung des regulatorischen Geltungsbereichs. Eine pauschale Forderung nach mehr oder weniger Regulierung würde diese Unterschiede verwischen.
Technischer Ausbau bleibt an Bedingungen geknüpft
Parallel zur regulatorischen Debatte skizzierte Input Output gestern einen stufenweisen Ausbau von Leios über den Dijkstra-Hard-Fork. Zunächst wird das Drei- bis Fünffache der bisherigen Transaktionsdatenkapazität angestrebt.
Spätere Steigerungen auf das Zehn- bis Fünfzehnfache stehen unter dem Vorbehalt von Governance-Abstimmungen. Auch technisch sind daher Zielsetzung und Umsetzung auseinanderzuhalten. Für Anleger bilden regulatorische Forderungen und Ausbaupläne wichtige Entwicklungslinien, aber noch keine abgeschlossenen Fortschritte. Entscheidend sind die behördlichen Entscheidungen und die vorgesehenen Abstimmungen.
Stand heute, 22. Oktober: Cardano – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Cardano investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 22. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

