Cardano: IO Global senkt Treasury-Antrag auf 46,8 Millionen

Cardano-Entwickler IO senkt Finanzierungsantrag drastisch. Community stimmt über Leios-Upgrade und Bitcoin-DeFi-Integration ab.

Cardano Aktie
Kurz & knapp:
  • IO beantragt nur halbes Vorjahresbudget
  • Leios-Upgrade soll Transaktionsrate vervielfachen
  • Bitcoin-DeFi-Integration durch Pogun geplant
  • ADA-Kurs bleibt nahe 52-Wochen-Tief

Technologische Meilensteine auf der einen Seite, ein schwacher Kurs auf der anderen – bei Cardano klaffen Anspruch und Marktrealität derzeit auseinander. Während der Token bei 0,25 US-Dollar nahe seinem 52-Wochen-Tief verharrt, steht das Netzwerk vor einer entscheidenden Abstimmung. Input Output (IO), das wichtigste Entwicklerstudio hinter der Blockchain, ändert seine Strategie grundlegend.

Das Unternehmen senkt seine Finanzierungsanfrage an die Community-Kasse für das laufende Jahr drastisch. IO beantragt 46,8 Millionen US-Dollar. Das entspricht etwa der Hälfte des Vorjahresbudgets. Damit beginnt das Studio, seine Abhängigkeit von den Geldern der Gemeinschaft zu reduzieren.

Seit März arbeitet Cardano vollständig dezentral. Die sogenannte Voltaire-Ära übergab die Kontrolle an ein dreigliedriges On-Chain-System. Delegierte Repräsentanten (DReps) stimmen nun über die Vergabe der Mittel ab. Die Frist für die aktuellen Anträge endet am 24. Mai.

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Fokus auf Skalierung und Bitcoin-DeFi

Im Zentrum der Abstimmung stehen neun Vorschläge. Das größte Projekt ist das Konsens-Upgrade Leios. Es soll die Transaktionskapazität massiv erhöhen und mehr als 1.000 Transaktionen pro Sekunde ermöglichen. Damit würde Cardano beim Durchsatz zu Konkurrenten wie Solana aufschließen.

Ein weiteres zentrales Vorhaben nennt sich Pogun. Das System zielt darauf ab, Bitcoin-basiertes Decentralized Finance in das Cardano-Netzwerk zu integrieren. Bitcoin-Besitzer könnten so Kredite aufnehmen und Renditen erzielen, ohne auf zentrale Vermittler angewiesen zu sein.

Der Zeitplan für Leios ist ambitioniert. Im Juni soll die Testnet-Phase starten, ein Mainnet-Launch wird für Ende des Jahres angepeilt. Aktuelle Entwicklerdaten zeigen allerdings erst einen Testnet-Fortschritt von rund einem Viertel. Parallel dazu treibt das Team die Layer-2-Lösung Hydra voran. Die neue Alpha-Version vereinfacht die Transaktionsverarbeitung abseits der Hauptchain und reduziert Netzwerküberlastungen.

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Neue Struktur für die Entwicklung

Hinter den Kulissen baut IO seine Strukturen um. Das Unternehmen plant, sich mittelfristig komplett aus eigenen Einnahmen zu finanzieren. Die Entwicklungsarbeit verteilt sich künftig auf mehrere Schultern. VacuumLabs übernimmt die Smart-Contract-Entwicklung, Midgard Labs leitet die Layer-2-Infrastruktur. Die Cardano Foundation kümmert sich um die Entwicklerbeziehungen.

Am Kryptomarkt spiegelt sich dieser Umbau bisher nicht wider. Mit einem Minus von rund 30 Prozent seit Jahresbeginn hinkt ADA dem breiten Markt deutlich hinterher. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt aktuell 33 Prozent.

Die Community verwaltet in der Kasse Gegenwerte von über einer Milliarde US-Dollar. Das Votum der Delegierten bis zum 24. Mai entscheidet nun direkt darüber, welche Entwicklerteams die technische Roadmap für das restliche Jahr umsetzen und die zugesagten Upgrades ausliefern.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.