Cardano: Van-Rossum-Upgrade zwischen 23. Juni und 18. Juli

Cardano bereitet wichtiges Protokoll-Upgrade vor, während mehrere Plattformen schließen und der ADA-Kurs fällt.

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Kurz & knapp:
  • Van-Rossum-Fork startet bald
  • TapTools und JPG.Store schließen
  • Hoskinson warnt vor Pleitewelle
  • Neues Skalierungs-Upgrade in Sicht

Cardano steht kurz vor seinem wichtigsten Protokoll-Upgrade seit Jahren. Zur gleichen Zeit verlässt die Plattform TapTools das Ökosystem — und ADA notiert auf Mehrjahrestief.

Van Rossem: Mainnet-Abstimmung steht bevor

Das PreProd-Testnetz hat den Van-Rossem-Hard-Fork am 5. Juni ratifiziert. Am 10. Juni wechselt das Testnetz auf Protokollversion 11. Wird der Governance-Antrag für das Mainnet am 8. Juni eingereicht, stehen als mögliche Aktivierungstermine der 23. und 28. Juni sowie mehrere Daten im Juli zur Verfügung. Voraussetzung ist die Zustimmung von DReps, Stake-Pool-Betreibern und dem Verfassungsausschuss.

Das Upgrade gilt technisch als „Intra-Era-Hard-Fork“ — bestehende Smart Contracts laufen weiter. Der Schwerpunkt liegt auf besserer Plutus-Performance, neuen kryptografischen Funktionen und erhöhter Node-Sicherheit. Konkret erzwingt Version 11 die Einzigartigkeit von VRF-Schlüsseln auf Ledger-Ebene. Das schließt eine Angriffsfläche, die bisher manuell überwacht werden musste.

Benannt ist das Upgrade nach Max van Rossem, einem einflussreichen Delegated Representative in Cardanos Governance-Struktur. Die Tradition, Hard Forks nach Persönlichkeiten aus der Community zu benennen, reicht von Shelley bis Plomin.

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TapTools schließt, JPG.Store ist weg

Das Upgrade trifft auf ein Ökosystem unter Druck. TapTools, eine Daten- und Infrastrukturplattform mit über einer Million Nutzer, stellt den Betrieb ein. Als Ursache nennt das Unternehmen gestiegene Kosten und eine Führungskrise: Beide Mitgründer, der COO und der CTO verließen das Projekt im Laufe des Jahres. Eine Übernahme durch externe Investoren bleibt theoretisch möglich, ist aber unwahrscheinlich.

Es ist der zweite große Abgang innerhalb von sechs Wochen. Der NFT-Marktplatz JPG.Store — seit 2021 die führende Adresse für Cardano-NFTs — hat am 23. Mai seinen Betrieb vollständig eingestellt.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson bezeichnete TapTools als Teil seiner täglichen Routine. In einem Video warnte er, schwache Marktbedingungen würden weiteren Druck erzeugen. Er rechnet mit einer Welle von Projektschließungen, DeFi-Abschaltungen und Konsolidierungen in der zweiten Jahreshälfte.

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Governance-Blockaden und Leios als nächster Schritt

Das Cardano-Treasury hält mehr als eine Milliarde ADA für genehmigte Ausschüttungen bereit. Zwei große Finanzierungsanträge scheiterten jedoch zuletzt: der Summit-Antrag und das Forschungsbudget von Input Output Global. Letzteres lehnte über 80 Prozent der DReps ab.

Parallel läuft die Entwicklung an Ouroboros Leios. Das Upgrade soll den Durchsatz um das 10- bis 65-Fache steigern und über 1.000 Transaktionen pro Sekunde ermöglichen. Das öffentliche Testnetz ist für Juni 2026 geplant, der Mainnet-Start für Ende 2026.

ADA auf Mehrjahrestief

Der Kurs spiegelt die Stimmungslage wider. ADA notiert bei rund 0,17 US-Dollar — ein Rückgang von mehr als 83 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 1,01 Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Token mehr als die Hälfte seines Werts verloren. Der RSI liegt bei 21 und signalisiert damit stark überverkaufte Bedingungen.

Auffällig: Trotz des Kursverfalls stieg die Zahl aktiver Adressen auf 28.459. Ob das auf Akkumulation oder Kapitulation hindeutet, lässt sich aus den Daten allein nicht ablesen. Der Van-Rossem-Hard-Fork und der erwartete Leios-Testnetstart im Juni liefern in den kommenden Wochen zumindest technische Eckpunkte, an denen sich das Bild klären könnte.

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