Grayscale will einen ETF auf den HYPE-Token von Hyperliquid an die Börse bringen — und hat dabei bewusst einen Bogen um Coinbase gemacht. Als Verwahrstelle soll Anchorage Digital Bank einspringen, nicht der Marktführer, der sonst rund 80 Prozent aller US-Spot-Krypto-ETFs verwahrt. Der Grund ist pikant.
Hyperliquid erzielte zwischen 2025 und Anfang 2026 ein Derivate-Handelsvolumen von 2,6 Billionen Dollar — und ist damit ein direkter Wettbewerber von Coinbase. Grayscale setzt stattdessen auf Anchorage, die erste bundesweit zugelassene Krypto-Bank der USA. Anchorage fungiert bereits seit August 2025 als Nebenverwahrstelle für Teile von Grayscales Bitcoin- und Ethereum-Trusts.
Kreditgeschäft in Großbritannien
Während Grayscale Coinbase als Custodian umgeht, expandiert das Unternehmen selbst weiter. Am 20. April startete Coinbase kryptobesicherte USDC-Kredite für britische Kunden. Nutzer können bis zu 5 Millionen Dollar in USDC aufnehmen, als Sicherheit dienen Bitcoin, Ethereum oder Coinbase Wrapped Staked ETH. Die Abwicklung läuft über das Morpho-DeFi-Protokoll auf dem Base-Netzwerk, die Kredite werden in unter einer Minute ausgezahlt.
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Das Modell ist nicht neu — in den USA läuft ein vergleichbares Produkt seit Januar 2025. Bis Mitte April 2026 wurden dort bereits über 2,17 Milliarden Dollar in USDC-Krediten vergeben.
Lobbying und Insider-Verkäufe
Parallel dazu investiert Coinbase massiv in die Regulierungsarbeit. Im ersten Quartal 2026 gab das Unternehmen 1,07 Millionen Dollar für Lobbying aus, vor allem für den Digital Asset Market Clarity Act und den GENIUS Act. Der Clarity Act steht unter Zeitdruck: Ohne einen Ausschussbeschluss bis Mai 2026 droht eine mehrjährige Verzögerung.
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An der Aktie gab es zuletzt auffällige Insiderbewegungen. CFO Alesia J. Haas verkaufte am 16. April 10.020 Aktien zu je 200 Dollar — insgesamt rund 2 Millionen Dollar, abgewickelt über einen vorab festgelegten 10b5-1-Plan. CEO Brian Armstrong hatte bereits im Januar 40.000 Aktien für knapp 10 Millionen Dollar veräußert, ebenfalls planmäßig.
Der Kurs notiert aktuell bei rund 182 Euro, gut 16 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber noch fast 50 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025. Acht Analysten vergeben derzeit ein Kaufurteil, das mittlere Kursziel liegt bei 285 Dollar — das lässt erheblichen Spielraum nach oben, sofern die regulatorischen Weichen in Washington rechtzeitig gestellt werden.
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