Diginex rückt den Nahen Osten stärker ins Zentrum seiner Wachstumspläne. Mit der Unterzeichnung der Abu Dhabi Sustainable Finance Declaration will das Unternehmen seine Rolle im Nachhaltigkeitsfinanz-Ökosystem der VAE ausbauen – genau dann, wenn neue Klimaregeln den Berichtsdruck für Firmen spürbar erhöhen. Doch wie schnell lässt sich dieser regulatorische Rückenwind in messbare Erlöse ummünzen?
Abu Dhabi: Nähe zur neuen Berichtspflicht
Mit der Unterzeichnung der Erklärung vertieft Diginex sein Engagement im Abu Dhabi Global Market (ADGM) über eine bereits bestehende Rechtseinheit vor Ort. Die Declaration vereint Organisationen, die nachhaltige Finanzkapazitäten in den VAE fördern und dabei Ziele wie die UN Sustainable Development Goals und das Pariser Abkommen unterstützen.
Strategisch wichtig ist vor allem der regulatorische Zeitplan: Das UAE Federal Climate Law ist seit dem 30. Mai 2025 in Kraft. Konkrete Berichtspflichten treten ab dem 30. Mai 2026 in Kraft. Diginex positioniert sich damit in einem Netzwerk von mehr als 170 Unterzeichnern, um Organisationen bei der Vorbereitung auf diese Pflichten zu unterstützen. Als zusätzlicher Kontext wird ein Wachstum von 42 % bei aktiven Unternehmen im Jahresvergleich genannt.
Expansion: Partnerdeal und Zukauf
Der Abu-Dhabi-Schritt kommt nicht isoliert. Erst vor wenigen Wochen meldete Diginex mehrere Bausteine einer breiteren Expansionsstrategie:
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Resulticks-Reseller-Abkommen: Am 19. Februar 2026 unterzeichnete Diginex ein Reseller-Abkommen mit Resulticks Global Companies Pte Limited. Ziel ist ein kumuliertes Umsatzziel von 40 Mio. USD über vier Jahre. Resulticks soll die ESG- und Nachhaltigkeitsplattformen aktiv an den eigenen Unternehmenskundenstamm vertreiben. Zudem wird eine frühere Zahlung von 8 Mio. USD in vier gleiche Raten in 2026 restrukturiert.
Ein möglicher Unternehmenszusammenschluss ist zwar in den finalen Bedingungen vereinbart, aber noch nicht vollzogen. Voraussetzung bleibt unter anderem eine nicht-verwässernde mittelfristige Schuldenfinanzierung sowie weitere Genehmigungen.PlanA.earth-Übernahme und CEO-Wechsel: Am 14. Januar 2026 schloss Diginex die Übernahme von PlanA.earth ab: 3,0 Mio. Euro in bar plus 6.720.317 Stammaktien im Wert von rund 52 Mio. Euro (insgesamt ca. 55 Mio. Euro). Am 28. Januar 2026 übernahm Plan-A-Gründerin Lubomila Jordanova den CEO-Posten.
Zahlen: Starkes Wachstum, höherer Verlust
Die jüngsten Finanzdaten stammen aus dem Halbjahresbericht (sechs Monate bis 30. September 2025), veröffentlicht am 9. Dezember 2025. Der Umsatz stieg um 293 % auf 2,0 Mio. USD (Vorjahr: 0,5 Mio. USD). Treiber waren vor allem Abonnement- und Lizenzgebühren, die von 0,2 Mio. USD auf 1,9 Mio. USD zulegten – inklusive einer einmaligen Lizenzgebühr für eine White-Label-Version der Plattform.
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Gleichzeitig stieg der operative Nettoverlust auf 6,0 Mio. USD (nach 4,2 Mio. USD im Vorjahreszeitraum). Hintergrund waren höhere Kosten im Zuge der M&A-Aktivitäten. Die allgemeinen und administrativen Aufwendungen erhöhten sich um 3,4 Mio. USD auf 8,1 Mio. USD, maßgeblich wegen 2,2 Mio. USD zusätzlicher Beratungskosten für Due Diligence und rechtliche Arbeiten. Die Nettovermögenswerte lagen zum 30. September 2025 bei 10,9 Mio. USD (zuvor: 4,6 Mio. USD zum 31. März 2025). Zudem wird eine schuldenfreie Bilanz genannt.
Im Marktbild bleibt die Aktie allerdings auffällig: 2025 war der Kursverlauf laut Quelle hochvolatil – bis zu einem Intraday-Hoch nahe 39,90 USD am 9. Oktober, gefolgt von einem deutlichen Rückgang auf 4,23 USD zum Jahresende und weiterem Verkaufsdruck im Januar 2026.
Zum nächsten Stichtag, dem 30. Mai 2026, wird sich zeigen, ob Diginex die Positionierung in Abu Dhabi rund um die dann geltenden Berichtspflichten in planbares Umsatzwachstum überführen kann – und ob parallel die Voraussetzungen für den angekündigten Resulticks-Zusammenschluss (inklusive nicht-verwässernder Fremdfinanzierung) erfüllt werden.
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