Es ist ein Bild der Gegensätze: Während zwei Unternehmen mit enormen Ethereum-Beständen kurz vor der Aufnahme in den Russell 3000 stehen, verkauft die Ethereum Foundation weiterhin ETH und die US-ETFs verzeichnen den zehnten Abflusstag in Folge. Der Markt sucht nach einer Richtung.
Institutioneller Schub durch Indexaufnahme
BitMine Immersion Technologies und SharpLink Gaming sollen in den Russell 3000 Index aufgenommen werden – die Entscheidung fällt Ende Juni. BitMine hält über 5 Millionen ETH, rund vier Prozent des gesamten zirkulierenden Angebots. Das Unternehmen betreibt zudem die Staking-Plattform MAVAN. SharpLink meldete im ersten Quartal 2026 allerdings einen Verlust je Aktie, BitMine verzeichnete im zweiten Quartal ebenfalls rote Zahlen.
Ethereum Foundation unter Druck
Die Stiftung sieht sich erneut Kritik an ihrer Treasury-Verwaltung ausgesetzt. Der Blockchain-Forscher William Mougayar verteidigte die Organisation öffentlich: Sie sei dem Protokoll verpflichtet, nicht dem Marktpreis. Ihre Aufgabe sei die Forschungsfinanzierung und Protokollverwaltung.
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Die On-Chain-Daten zeigen ein anderes Bild: Anfang Mai veräußerte die Foundation rund 10.000 ETH zu einem Durchschnittspreis von 2.292 Dollar an BitMine. Insgesamt summierten sich die OTC-Transaktionen der vergangenen Monate auf etwa 47 Millionen Dollar. Offiziell dienen die Erlöse der Finanzierung von Kernoperationen und Community-Grants. Zudem wurden im Mai über 38.000 ETH aus dem Staking gelöst – darunter 17.035 ETH von der Foundation selbst und weitere 21.270 ETH von Lido.
Anhaltende Abflüsse drücken auf die Stimmung
Die Ethereum-ETFs in den USA verzeichneten bis zum 22. Mai den zehnten Tag mit negativen Nettozuflüssen. Seit dem 11. Mai wurden über 500 Millionen Dollar abgezogen. Allein der iShares Ethereum Trust verlor an jenem Tag 38 Millionen Dollar. Der Fear and Greed Index liegt bei 38 – vorherrschende Angst.
Der Kurs notiert bei 2.131 Dollar und damit 55 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 4.829 Dollar. Der RSI liegt mit 52 im neutralen Bereich, die 30-Tage-Volatilität bei 23 Prozent. Nach einem Test der 2.000-Dollar-Marke erholte sich ETH leicht und stieg binnen 24 Stunden um zwei Prozent.
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Ausblick: Das nächste große Upgrade
Die Netzwerk-Entwicklung geht indes weiter. Das Upgrade „Glamsterdam“ ist für das dritte Quartal 2026 geplant, ursprünglich war der Juni vorgesehen. Es soll die Layer-1-Kette verbessern und die Blockproduktion sowie Transaktionsverarbeitung überarbeiten. Ein diskutierter Vorschlag, EIP-7782, sieht vor, die Blockslot-Zeit von 12 auf 6 Sekunden zu halbieren. Der Vorschlag befindet sich allerdings noch in einer frühen Diskussionsphase.
Die vorherigen Upgrades Pectra (Mai 2025) und Fusaka (Dezember 2025) konzentrierten sich auf Skalierbarkeit und Effizienz. Pectra führte unter anderem die Erhöhung des maximalen Validator-Stakes auf 2.048 ETH ein.
Ob der Index-Rückenwind und die technischen Fortschritte ausreichen, um den anhaltenden Abgabedruck zu kontern, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Der Test der 2.000-Dollar-Marke bleibt als Signalzone erhalten – fällt Ethereum darunter, dürfte die nächste Unterstützung beim 52-Wochen-Tief bei 1.820 Dollar liegen.
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