Zwei Schlüsselfiguren, ein Tag, null Erklärungen. Josh Stark und Trent Van Epps haben innerhalb von 24 Stunden ihren Rücktritt aus der Ethereum Foundation bekannt gegeben — und damit eine neue Runde in der anhaltenden Führungsdebatte eingeläutet.
Stark, seit 2019 bei der Foundation und an zentralen Upgrades wie The Merge und Pectra beteiligt, verlässt die Organisation Ende April. Er nannte keinen Grund und hat nach eigenen Angaben noch keine konkreten Pläne. Van Epps äußerte sich indirekter: Er bezeichnete die Verbindung der Ethereum-Führung mit der umstrittenen NFT-Kollektion Milady als „verblüffend und traurig“. In der Community kursiert die Frage, ob beide Abgänge mit dem kürzlich veröffentlichten EF-Mandat zusammenhängen.
Führungsunruhe mit Geschichte
Die Abgänge sind kein Einzelfall. Tomasz Stańczak legte im Februar 2026 sein Amt als Co-Direktor nieder. Davor hatten wachsende Frustration über ETHs Marktperformance und interne Spannungen die Foundation bereits unter Druck gesetzt. Einen Nachfolger für Stark hat die Foundation bislang nicht benannt.
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Der Kurs gibt derweil ein gemischtes Bild ab. Ethereum notiert bei rund 2.310 Dollar — auf Sieben-Tage-Sicht ein Plus von über fünf Prozent, seit Jahresbeginn jedoch ein Minus von 23 Prozent.
Netzwerk läuft, Führung wackelt
Das Paradoxe: Während die Führungsebene rotiert, zeigen die Netzwerkdaten klare Stärke. Die Zahl der Neuzugänge stieg im Quartalsvergleich um 82 Prozent. Die Stablecoin-Versorgung auf Ethereum erreichte ein Allzeithoch von 180 Milliarden Dollar. Ethereum hält 61,1 Prozent des tokenisierten Anlagemarktes. JP Morgan lancierte einen Ethereum-basierten Geldmarktfonds.
Die Foundation versucht indes, Vertrauen durch konkrete Maßnahmen zurückzugewinnen. Ein Sicherheitsaudit-Programm mit einem Budget von einer Million Dollar soll Entwicklern Zugang zu mehr als 20 Prüfungsunternehmen verschaffen und bis zu 30 Prozent der Auditkosten übernehmen.
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Technische Roadmap bleibt ambitioniert
Ungeachtet der Personalturbulenzen läuft die Entwicklungsarbeit weiter. Das Upgrade Glamsterdam, geplant für das erste Halbjahr 2026, zielt auf eine deutliche Skalierung der Basisschicht. Konkret: parallele Transaktionsverarbeitung, ein Gas-Limit von über 100 Millionen und die Einführung von Proposer-Builder Separation zur Dezentralisierung der Block-Erstellung. Für das zweite Halbjahr folgt Hegotá.
Außerdem haben Ethereum-Forscher den Entwurf EIP-8222 „Lean Staking“ veröffentlicht. Er soll die Verbindung zwischen Einzahlungsadressen und Validator-Schlüsseln aufbrechen — mehr Privatsphäre beim Staking.
Kein Wunder, dass Anleger genau beobachten, wie die Foundation die Lücken füllt. Glamsterdam ist der nächste große Prüfstein — und der Zeitplan lässt wenig Spielraum für weitere Führungswechsel.
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