Die Ethereum Foundation hat innerhalb von sieben Tagen 20.000 ETH veräußert und dabei rund 47 Millionen US-Dollar erlöst. Der jüngste Teil dieser Transaktion— 10.000 ETH an die Krypto-Investmentgesellschaft Bitmine— erfolgte am 1. Mai als außerbörsliches Geschäft zu einem Durchschnittspreis von 2.292 US-Dollar je Token.
Die Stiftung begründet die Verkäufe mit laufenden Betriebskosten, Protokollforschung und Ökosystem-Grants. Bei einer jährlichen Burn-Rate von rund 100 Millionen US-Dollar hält die Foundation nach eigenen Angaben Liquidität für etwa 2,5 Jahre vor.
Rotation statt Rückzug
Die Verkäufe bedeuten keinen vollständigen Rückzug aus dem Netzwerk. Die Foundation bleibt im Staking aktiv und steuert ihre Positionen in Richtung gestakter ETH und Stablecoins wie DAI— mit dem Ziel, Portfoliovolatilität zu reduzieren und laufende Erträge für die Entwicklungsarbeit zu sichern. Das interne Staking-Ziel von 70.000 ETH ist dabei nahezu erreicht.
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Zeitgleich mit den Treasury-Bewegungen meldete das Netzwerk einen technischen Meilenstein: Am 1. Mai produzierte Ethereum den 25-millionsten Block seit dem Genesis-Event. Das Layer-1-Protokoll verarbeitet derzeit etwa doppelt so viele Transaktionen wie im Vorjahreszeitraum, während die Gas-Gebühren stabil unter 1 Gwei liegen.
Markt konsolidiert unterhalb kritischer Marke
Am Markt zeigt sich ein gemischtes Bild. Ethereum notiert aktuell bei rund 2.256 US-Dollar— knapp unter dem Verkaufspreis der Foundation— und hat seit Ende März über 25 Prozent zugelegt. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt mit rund 2.744 US-Dollar allerdings noch weit entfernt.
On-chain-Analysten von CryptoQuant verweisen auf eine auffällige Divergenz: Das Angebot an Kryptobörsen sinkt— ein Signal, das Händler üblicherweise als bullisch werten— doch das Kaufmomentum bleibt verhalten. Der entscheidende Widerstand liegt bei 2.400 US-Dollar. Gelingt die Umwandlung dieser Marke in eine Unterstützung, rücken Kursziele um 2.800 US-Dollar in Reichweite. Bricht hingegen der Support bei 2.200 US-Dollar, dürfte die Marke von 1.900 US-Dollar schnell wieder auf dem Radar der Händler erscheinen.
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