Der Krypto-Mining-Spezialist Iris Energy sorgt mit einem radikalen Strategiewechsel für Wirbel an den Märkten. Statt nur Bitcoin zu schürfen, will das Unternehmen jetzt mit Künstlicher Intelligenz das große Geld verdienen – und spaltet damit die Analysten-Welt in zwei Lager. Kann diese 674-Millionen-Dollar-Wette aufgehen?
GPU-Armada für den KI-Boom
Am 22. September 2025 zündete Iris Energy eine Bombe: Das Unternehmen verdoppelt seine KI-Cloud-Kapazitäten und investiert rund 674 Millionen Dollar in etwa 12.400 zusätzliche Hochleistungs-GPUs. Die Gesamtflotte wächst damit auf beeindruckende 23.000 Einheiten.
Hinter dieser Mammut-Investition steckt ein ambitioniertes Ziel: Iris Energy will bis zum ersten Quartal 2026 seine KI-Cloud-Umsätze auf über 500 Millionen Dollar jährlich hochschrauben. Der Plan ist simpel, aber kühn – die bestehende Rechenzentren-Infrastruktur für den explodierenden Bedarf an KI-Rechenleistung nutzen.
Wall Street im Zwiespalt
Die aggressive KI-Strategie hat die Analystenlandschaft gespalten wie selten zuvor. Während die einen von transformativem Wachstumspotenzial schwärmen, warnen andere vor überzogenen Bewertungen.
Die Optimisten sehen große Chancen:
– Roth/MKM katapultierte das Kursziel auf 82 Dollar
– Bernstein SocGen Group zog auf 75 Dollar nach
– Beide verweisen auf das massive GPU-Wachstum als Kurstreiber
Die Skeptiker bleiben vorsichtig:
– J.P. Morgan stufte die Aktie auf „Underweight“ ab
– Kursziel: nur 24 Dollar
– Sorge: Die aktuelle Bewertung spiegelt bereits zukünftiges Wachstum wider, das erst durch milliardenschwere Investitionen erreicht werden muss
Zahlen sprechen für sich
Die Rekord-Bilanz für das Geschäftsjahr bis 30. Juni 2025 zeigt 501 Millionen Dollar Umsatz. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 12,8 Milliarden Dollar ist Iris Energy zum Schwergewicht geworden – und genau diese Bewertung steht im Zentrum der Analystendebatte.
Die Frage bleibt: Wird die KI-Wende Iris Energy in die nächste Liga katapultieren oder platzt hier eine Bewertungsblase?
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