Hohe Geschwindigkeiten bei stabilen Kosten – das Abrxas Network versucht sich in einem dichten Markt für Layer-1-Blockchains zu behaupten. Mit dem Supernova-Mainnet und einem ungewöhnlichen Gebührenmodell zielt das ehemals als LGCY bekannte Projekt auf Entwickler ab, die Planungssicherheit suchen.

Skalierbarkeit und Gewaltenteilung

Die technische Basis ist auf hohen Durchsatz ausgelegt. Das Netzwerk verarbeitet laut Spezifikation bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde. Die Kosten liegen dabei im Schnitt bei lediglich rund einem US-Cent. Damit positioniert sich die Plattform als Infrastruktur für dezentrale Anwendungen, die auf Effizienz angewiesen sind.

Das Libertas-Protokoll steuert die Governance. Es verteilt die Macht auf 27 Kontrollinstanzen, die in drei separate Zweige unterteilt sind. Diese Struktur soll verhindern, dass einzelne Großbesitzer von Token das Netzwerk dominieren. Ein Delegated-Proof-of-Stake-Verfahren sorgt derweil für die Konsensfindung und die Abwicklung der Transaktionen.

Vorhersehbare Gebühren durch USDL

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Preisgestaltung. Statt schwankender Gebühren nutzt das System den Token USDL als stabilen Gas-Token. Die Kosten folgen einem festen Stufenmodell, das sich an der Rechenkomplexität orientiert.

Ein Bieterwettbewerb um die schnellste Abwicklung entfällt somit. Ein First-In-First-Out-Prinzip im Mempool ermöglicht ferner das Stornieren von Transaktionen auf Protokollebene.

Strategischer Neuanfang als Abrxas

Im Oktober 2025 vollzog das Projekt einen entscheidenden Schritt. Mit dem Rebranding von LGCY zu Abrxas Network signalisierte die Führung einen strategischen Neustart. Dieser Wandel markiert den Versuch, die technologische Basis mit einem frischen Markenauftritt zu verknüpfen und das Ökosystem breiter aufzustellen.

Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der Akzeptanz des USDL-Modells ab. Besonders für Anwendungen im Bereich der Mikrotransaktionen bietet die Vorhersehbarkeit der Kosten einen echten Mehrwert. Parallel dazu wird die Bereitstellung automatisierter Tools für Validatoren zeigen, wie effektiv die angestrebte Dezentralisierung in der Praxis umgesetzt wird.