Metaplanet steht vor einer entscheidenden Weichenstellung. Das Unternehmen will eigene Aktien zurückkaufen. So soll die Bitcoin-Menge pro Anteil steigen.
Der Auslöser für diesen Schritt ist die aktuelle Bewertung. Der Marktwert des Unternehmens fiel zuletzt unter den Nettoinventarwert der gehaltenen Kryptowährungen. Dieses Verhältnis liegt momentan zwischen 0,90 und 0,92.
Fokus auf die Bitcoin-Rendite
CEO Simon Gerovich setzt auf eine neue Kennzahl. Er will die Bitcoin-Menge pro verwässerter Aktie steigern. Rückkäufe bei Kursen unter dem Inventarwert wirken dabei wie ein Hebel.
Das Unternehmen erwirbt so indirekt Bitcoin mit einem Preisabschlag. Im ersten Quartal 2026 erreichte Metaplanet bereits eine Bitcoin-Rendite von 2,8 Prozent. Parallel dazu hält der Vorstand an seinen langfristigen Zielen fest.
Massive Kursverluste belasten
Die Marktdynamik setzt das Papier unter Druck. Mit 1,23 Euro notiert die Aktie rund 45 Prozent unter dem Jahresstart. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 27,4 Punkten eine überverkaufte Marktsituation.
Der Bestand umfasst aktuell etwa 40.177 Bitcoin. Bis Ende 2026 plant das Management eine Aufstockung auf 100.000 Einheiten. Um die Finanzierung zu sichern, wurde der Mindestpreis für neue Aktienoptionen gesenkt.
Der neue Floor-Preis liegt bei 187 Yen. Zuvor lag die Untergrenze bei 298 Yen. Diese Anpassung reagiert auf den Bitcoin-Preissturz von rund 16 Prozent seit März 2026.
Die weitere Strategie ist an klare Bedingungen geknüpft. Neue Kapitalerhöhungen erfolgen erst, wenn das Bewertungsverhältnis wieder über 1,01 steigt. Bis dahin bleibt der Rückkauf eigener Anteile die primäre Option zur Wertsteigerung.
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