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Schwächen der Kryptowährungen | 5 konkrete Angriffe und Gerichtsfälle

In diesem Artikel werden einige offene Schwächen von Kryptowährungen dargestellt. Anhand 5 konkreter Angriffe durch Hacker und Gerichtsurteile legen wir dar, welche Schattenseiten ein Investment in diese Währungen haben kann. Dies ist sicherlich kein Grund, diesen Trend zu ignorieren. Doch ein Warnsignal und ein Aufruf zur Diversifikation.

 

Als Zukunft des Zahlungsverkehrs werden Kryptowährungen immer wieder betitelt. Doch deren großer Vorteil, bankenunabhängige Transfer von Geldern zu ermöglichen, stehen auch Schwachstellen gegenüber. Zudem sind Kryptowährungen insbesondere für kriminelle Transfers interessant. Eine kurze Auflistung an jüngsten Vorfällen soll diese Thematik nochmals aufgreifen.

 

Historie der Schwächen von Kryptowährungen

Michael Terpin – Fall 1:

Im August 2018 verklagte der Kryptowährung-Investor Michael Terpin den US-Telekommunikationskonzern AT&T auf 224 Millionen Dollar Schadenersatz. Ihm wurden Cyber-Devisen im Wert von 23,8 Millionen Dollar von seinen Konten gestohlen. Laut seiner Aussage hätte dies verhindert werden können. Geschehen war dies durch einen „SIM Swap“ – dabei werden Mobilfunk-Anbieter zur Rufnummernübertragung gebracht. Als neuer Besitzer der SIM kann man dann natürlich entsprechend damit verbundene Passwörter zurücksetzen und so Zugang auf Konten erlangen. Das Verfahren ist noch offen, wie das Handelsblatt berichtet.

Jon Montroll – Fall 2:

Der Betreiber der Bitcoin-Tauschbörse „WeExchange“ Jon Montroll, welcher ebenfalls die Crowdfunding-Plattform „BitFunder“ unterhält, bekennt sich vor Gericht schuldig wegen Betrug. Nicht nur sein eigenes Bitcoin-Konto soll angewachsen sein, indem er andere Nutzer betrogen hatten, sondern ein Hacker-Angriff auf die Plattform „WeExchange“ wurde ebenfalls nicht weiter verfolgt. Hatte er daran ebenfalls partizipiert? Immerhin wurden damals 6.000 Bitcoins entwendet, wie Reuters berichtet.

Grant West – Fall 3:

Im Mai 2018 wurde Grant West in London wegen Hacker-Angriffen zu zehn Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Diese müssen im Gefängnis abgesessen werden. Wie sich im Mai 2018 herausstellte, ging es um Betrug in mehr als 100 Fällen. Dabei sollen Bitcoins im Gegenwert von einer halben Million Pfund bei seinen Aktivitäten geflossen sein. Wie er genau vorging, wurde nicht bekannt und kann nur spekuliert werden.

Verschwundene Coins – Fall 4:

Die gemeinnützige Organisation „Anti-Phishing Working Group“ gibt im Mai 2018 bekannt, dass bereits seit Anfang 2017 Kryptowährungen im Volumen von 1,2 Milliarden Dollar gestohlen wurden. Dieser Summe liegen gemeldete und nicht gemeldete Diebstähle zugrunde. Erschreckend dabei ist, dass nur 20 Prozent des Wertes von den entsprechenden Behörden sichergestellt werden konnten. Hintergrund für diese Quote ist zum großen Teil die Datenschutz-Richtlinie der EU. Nach dieser dürfen Ermittlungen nicht so einfach länderübergreifend vollzogen werden.

Financial.org – Fall 5:

Ebenfalls im Mai 2018 setzt die britische Finanzmarktaufsicht das Unternehmen „Financial.org“ auf eine schwarze Liste und spricht offen Warnungen an dort registrierte Anleger aus. Nachzulesen ist dies auf der FCA-Seite. Financial.org steht für die Kryptowährung Foin und ist Sponsor des Formel-1-Teams William. Finanzmarktgeschäfte bei dieser Firma waren ohne entsprechende Lizenzen ausgeführt worden und Abhebungen von Kundengeldern fanden schleppend bis gar nicht statt.

 

Mein Fazit

Sicherlich sind Kryptowährungen pauschal nicht zu verteufeln. Dennoch fällt beim Research immer wieder auf, dass es im Vergleich zu traditionellen Transfers deutlich mehr kriminelle Aktivitäten gibt. Ein paar Beispiele wollten wir Ihnen daher nicht vorenthalten, um eine entsprechende Sensibilisierung zu erwirken und der objektiven Berichterstattung auf Trading-Treff.de treu zu bleiben.

 

Ihr Martin Kronberg

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