Rund 230 Millionen Dollar flossen in acht Stunden durch das System — und niemand stoppte sie. Eine Sammelklage gegen Circle, den Herausgeber des Stablecoins USDC, stellt nun eine unbequeme Frage: Hätte der Konzern eingreifen müssen?
Was beim Drift-Hack wirklich passierte
Am 1. April 2026 griffen Angreifer das Solana-basierte DeFi-Protokoll Drift an. Die Blockchain-Analysefirma Elliptic ordnet den Angriff weitgehend der nordkoreanischen Lazarus Group zu. Die Täter nutzten vorab signierte administrative Transaktionen, gefälschte Sicherheiten und Social Engineering gegen Protokoll-Unterzeichner. Der Schaden: rund 280 bis 285 Millionen Dollar.
Das eigentlich Brisante kam danach. Die Angreifer tauschten gestohlene Kryptowährungen in USDC um. Dann nutzten sie Circles Cross-Chain Transfer Protocol, um die Stablecoins von Solana auf Ethereum zu verschieben. Dort konvertierten sie alles in Ether — eine Währung, die niemand einfrieren kann.
Circle verteidigt sich, Tether handelt
Die Kanzlei Gibbs Mura reichte die Klage am 14. April ein. Die Kläger werfen Circle Fahrlässigkeit vor: Das Unternehmen habe technisch und vertraglich eingeifen können, es aber nicht getan.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
Circle wies das zurück. Einfrierungen von USDC erforderten eine rechtliche Grundlage, erklärte das Unternehmen. „Wenn Circle USDC einfriert, dann nicht weil wir einseitig entschieden haben, dass jemandes Vermögen weggenommen werden soll.“ Schnellere Reaktionen würden Änderungen an Rechtsstrukturen erfordern.
Tether reagierte anders. Der Marktführer bei Stablecoins kündigte zusammen mit der Solana Foundation am 16. April einen Wiederherstellungsplan über 150 Millionen Dollar an. Drift stellt seine Abwicklungsschicht von USDC auf USDT um — ein klares Signal an den Markt.
Ökosystem unter Druck, Institutionen bleiben
Der TVL von Drift fiel von rund 550 Millionen auf unter 250 Millionen Dollar. Der DRIFT-Token verlor mehr als 40 Prozent. Mindestens 20 weitere DeFi-Protokolle meldeten indirekte Verluste.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
SOL notiert aktuell bei rund 85,74 Dollar — seit Jahresbeginn ein Minus von über 32 Prozent. Das institutionelle Interesse hält sich trotzdem. Solanas Staking-Ratio liegt bei 68 Prozent, die Stablecoin-Versorgung auf der Chain legte im ersten Quartal 2026 um 3,8 Milliarden Dollar zu. Mindestens acht Firmen, darunter Fidelity und VanEck, haben US-Spot-ETF-Anträge eingereicht.
Ein Urteil mit Signalwirkung
Der Fall geht weit über Drift hinaus. Gewinnen die Kläger, könnten alle Stablecoin-Emittenten künftig unter Druck stehen, bei Hacks schneller zu handeln — oder Klagen zu riskieren. Das würde das Verhältnis zwischen zentralisierter Kontrolle und dezentraler Infrastruktur grundlegend neu definieren.
Die nächste Bewährungsprobe kommt früh: Die Solana Foundation hat ein 24/7-Bedrohungsüberwachungssystem eingeführt. Ob das reicht, um das Vertrauen institutioneller Investoren zu sichern, wird sich spätestens bei den nächsten ETF-Entscheidungen der SEC zeigen.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 20. April liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

