Sol Strategies hat am Dienstag erstmals seit Ende 2025 einen größeren Posten SOL-Token verkauft. Der Zeitpunkt ist ungünstig — der Markt steht ohnehin unter Druck.
Schuldenabbau auf Kosten des Kurses
Das kanadische Unternehmen trennte sich von 65.001 SOL zu einem Preis von rund 87,88 CAD je Token. Der Erlös belief sich auf etwa 5,75 Millionen Kanadische Dollar. Laut CEO Michael Hubbard diente der Verkauf dem Abbau ausstehender Verbindlichkeiten. Nach der Transaktion hält Sol Strategies noch rund 456.173 SOL — aktuell etwa 29 Millionen USD wert.
Der Schritt entspricht etwa 12,5 Prozent des bisherigen Bestands. Das ist kein Totalausstieg, aber ein klares Signal, dass das Unternehmen seinen Hebel reduziert.
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ETF-Abflüsse verstärken den Druck
Parallel zum Unternehmensverkauf zeigen institutionelle Kapitalströme in dieselbe Richtung. Solana-Spot-ETFs verzeichneten am 8. Juni Nettoabflüsse von rund 471.650 USD. Im gesamten bisherigen Juniverlauf summieren sich die Abflüsse auf 5,5 Millionen USD — ein scharfer Kontrast zum Mai, als noch 115,34 Millionen USD netto zuflossen.
Das Ökosystem selbst bleibt funktional stark. Im ersten Quartal 2026 verarbeitete das Netzwerk 25,3 Milliarden Transaktionen bei durchschnittlichen Gebühren von 0,00025 USD. Das DeFi-Gesamtvolumen liegt bei rund 8 Milliarden USD, der tokenisierte Vermögensbestand hat zuletzt die Marke von 2,5 Milliarden USD überschritten. Am Dienstag startete zudem die dezentrale Börse Byreal mit „Byreal Predict“ einen On-Chain-Vorhersagemarkt auf Solana — kurz nach dem Start von Jupiters eigenem Angebot „Forecast“.
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Kurs nahe Jahrestief
Der SOL-Kurs notiert aktuell bei 64,80 USD — ein Rückgang von rund 20 Prozent in den vergangenen sieben Tagen. Seit Jahresbeginn hat der Token fast die Hälfte seines Wertes verloren. Mit einem RSI von 25,8 befindet sich der Token technisch im überverkauften Bereich. Das 52-Wochen-Tief von 60,40 USD, erreicht erst am 6. Juni, liegt nur sieben Prozent entfernt.
Marktbeobachter verweisen auf das geplante „Alpenglow“-Upgrade als möglichen mittelfristigen Kurstreiber. Kurzfristig dürfte entscheidend sein, ob die ETF-Abflüsse stoppen und ob weitere Treasury-Verkäufe ausbleiben — beides ist derzeit offen.
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