Strategy Aktie: 818.869 Bitcoin für 61,86 Milliarden Dollar

Strategy nähert sich mit Live-Fragerunde den Aktionären an. Diskutiert werden Bitcoin-Käufe, Vorzugsaktien und die neue Dividendenstrategie.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Live-Fragerunde mit Management geplant
  • Neue Vorzugsaktien-Emissionen stark nachgefragt
  • Mögliche Bitcoin-Verkäufe für Dividenden angedeutet
  • Bitcoin-Bestand von über 800.000 Coins

Strategy rückt näher an seine Privatanleger heran. In den kommenden Tagen stellt sich das Management um Executive Chairman Michael Saylor und CEO Phong Le in einer Live-Fragerunde. Das Timing ist heikel. Die Firma ringt gerade mit einem Geschäftsmodell, das immer stärker wie eine Mischung aus Bitcoin-Tresor und Finanzplattform wirkt.

Vom Softwarekonzern zum Bitcoin-Tresor

Im Zentrum steht der Ausbau eines ganzen Spektrums ewiger Vorzugsaktien. STRF, STRK, STRD und STRC bilden inzwischen eine Art Kapitalmarkt-Leiter, mit der Strategy frisches Geld einsammelt. Die jüngste STRC-Emission war offenbar fünfmal überzeichnet und brachte rund 2,5 Milliarden Dollar ein.

Genau daraus speist sich die Strategie. Das Unternehmen kann weiter Bitcoin kaufen und zugleich eine breitere, weniger volatile Kapitalstruktur aufbauen. Für Anleger der Stammaktie bedeutet das mehr Hebel auf den Bitcoin-Preis. Für den Konzern bringt es aber auch neue Verpflichtungen mit sich.

Der Bruch mit dem „Never sell“-Mantra

Brisant ist vor allem die neue Kommunikation zur Finanzierung von Dividenden. Im ersten Quartal deutete das Management an, dass Strategy vereinzelt Bitcoin verkaufen könnte, um Vorzugsdividenden zu bedienen oder Steuern zu steuern. Das ist ein klarer Abstand zur bisherigen Maxime, niemals Bestände zu veräußern.

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Der Markt reagierte darauf nervös. Nach internen Berechnungen müsste Bitcoin jährlich mindestens um 2,3 Prozent steigen, damit die Treasury-Reserve die Dividendenzahlungen ohne neue Kapitalquellen trägt. Strategy bleibt zwar Netto-Käufer. Das Verhältnis soll bei 10 bis 20 gekauften Coins je verkauftem Coin liegen. Die Symbolik bleibt trotzdem heikel.

Riesiger Bestand, tiefer Verlust

Die Dimension des Bitcoin-Bestands ist inzwischen gewaltig. Anfang Mai hielt Strategy 818.869 Bitcoin, fast 3,9 Prozent des maximalen Angebots von 21 Millionen Coins. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei rund 75.540 Dollar je Bitcoin. Die gesamte Position kostete etwa 61,86 Milliarden Dollar.

Operativ sieht das Bild ganz anders aus. Im ersten Quartal wies das Unternehmen einen Verlust von 14,5 Milliarden Dollar aus, fast vollständig getrieben durch nicht realisierte Wertverluste auf den digitalen Beständen. Das Kerngeschäft mit Software und Analytik spielte mit 124 Millionen Dollar Umsatz nur noch eine Nebenrolle.

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Die Aktie spiegelt diesen Spagat deutlich wider. Sie notiert bei 153,88 Euro, nach einem Tagesminus von 7,39 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht aber noch ein Plus von 37,22 Prozent zu Buche. Die hohe Schwankung bleibt ein Thema. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 72,95 Prozent.

Worum es in der Fragerunde geht

Die Live-Fragerunde dürfte vor allem zwei Punkte klären: Wie weit will Strategy beim geplanten Weg zum „Bitcoin-Bank“-Modell gehen, und wie sollen Vorzugsdividenden, Schulden und neue Käufe zusammenpassen? Zudem wollen viele Anleger wissen, wie realistisch das Ziel von einer Million Bitcoin ist.

Der Markt hat die Aktie zuletzt mit stärkerer Nervosität gehandelt. Der Kurs liegt weiter deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 183,30 Euro, aber klar über dem 50-Tage-Mittel von 127,58 Euro. Das spricht für eine Aktie, die sich zwischen Erholung und Zweifel bewegt. Mit der Fragerunde bekommt der Markt nun erstmals die Chance, diese neue Balance direkt vom Management erklärt zu bekommen.

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