Strategy hat in der ersten Märzwoche 2026 seine Bitcoin-Offensive auf ein neues Level gehoben. Frische Käufe über 204 Millionen Dollar, Rekordvolumen bei der Vorzugsaktie und ein Kurssprung von über 7 Prozent – das Unternehmen treibt seinen Umbau zur Bitcoin-Schatzkammer mit voller Kraft voran.
3.015 Bitcoin für 204 Millionen Dollar
Laut SEC-Filing vom 2. März kaufte Strategy zwischen dem 23. Februar und 1. März weitere 3.015 Bitcoin für insgesamt 204,1 Millionen Dollar. Rund 230 Millionen Dollar der Finanzierung stammten aus dem Verkauf von Stammaktien der Klasse A, weitere 7 Millionen Dollar – etwa 3 Prozent – kamen aus dem Verkauf der „Stretch“-Vorzugsaktien (STRC), die unter Nennwert platziert wurden.
Der Bestand erhöht sich damit auf 720.737 Bitcoin, erworben für etwa 54,77 Milliarden Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von rund 75.985 Dollar pro Coin. Gemessen an der maximalen Bitcoin-Menge von 21 Millionen kontrolliert Strategy damit über 3,4 Prozent des gesamten Angebots – mehr als jedes andere börsennotierte Unternehmen.
Vorzugsaktie STRC mit Rekordhandelsvolumen
Am Dienstag verzeichnete die perpetuelle Vorzugsaktie STRC mit 198,7 Millionen Dollar das höchste Tagesvolumen seit Handelsstart im Juli 2025. Der Wert liegt deutlich über dem 30-Tage-Durchschnitt von 123,3 Millionen Dollar. Mit den Erlösen kaufte Strategy schätzungsweise 1.000 Bitcoin – der größte Einzeltages-Zukauf über dieses Instrument.
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STRC ist mit einem Nennwert von 100 Dollar konzipiert und richtet sich an einkommensorientierte Anleger. Die Dividendenrendite wird monatlich angepasst, um den Kurs nahe 100 Dollar zu halten. Anfang März hob Strategy die jährliche Ausschüttung zum siebten Mal in Folge an – von 11,25 auf 11,5 Prozent. Der Mechanismus ist bewusst gewählt: Stabile Kurse nahe Nennwert ermöglichen fortlaufende Kapitalaufnahmen mit begrenzter Verwässerung.
Bitcoin über 71.000 Dollar – Aktie springt an
Die Strategy-Aktie kletterte am Dienstag im vorbörslichen Handel um mehr als 7 Prozent auf etwa 142 Dollar, nachdem Bitcoin erstmals seit über 30 Tagen die Marke von 71.000 Dollar überschritt. Am 4. März bewegte sich der Titel zwischen 131,49 und 149,54 Dollar, was einem Plus von 12,8 Prozent zum Tagestief entspricht.
Bitcoin selbst erreichte knapp 72.000 Dollar und zog den gesamten Kryptomarkt mit nach oben. Als wesentliche Faktoren gelten die gestiegenen Chancen auf eine Verabschiedung des US-Stablecoin-Gesetzes sowie Hoffnungen auf ein Ende der Spannungen mit dem Iran. Die Strategy-Aktie fungiert als hochvolatiler Hebel auf Bitcoin – Schwankungen fallen oft stärker aus als beim zugrundeliegenden Asset.
Laut Goldman Sachs steht Strategy aktuell an der Spitze der am stärksten leerverkauften Titel der Wall Street. Die Kombination aus hohem Short-Interest und begrenzter Liquidität führt zu überproportionalen Kursbewegungen, die weniger von den marginalen Bitcoin-Käufen als von Positionierungseffekten getrieben werden.
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Doppelstrategie: Bitcoin-Treasury und Enterprise-KI
Strategy, bis August 2025 als MicroStrategy bekannt, verfolgt neben dem Bitcoin-Treasury eine zweite Schiene: Enterprise-Analytics-Software auf KI-Basis. Auf der Unternehmenskonferenz Strategy World 2026 in Las Vegas erklärte CEO Phong Le die Ära klassischer Business-Intelligence- und Data-Warehouse-Lösungen für beendet. Die Zukunft gehöre KI-gestützten Souveränitätskonzepten.
Die Bitcoin-Strategie zieht weitere Unternehmen nach. Prevalon Energy und Anchorage Digital legten auf der Konferenz offen, Teile ihrer Treasuries in STRC investiert zu haben. Coolpad Group erwarb 39.000 Strategy-Aktien.
Bewertung auf extremem Niveau
Die Kapitalstruktur ist komplex: Strategy kombiniert aggressive Bitcoin-Akkumulation mit laufender Eigenkapitalemission und steigenden Vorzugsdividenden. Die operative EBIT-Marge lag zuletzt bei -1.147,9 Prozent, der Unternehmenswert übersteigt 50 Milliarden Dollar bei einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 96,27. Die Bewertung spiegelt weniger die Software-Sparte als die Wette auf Bitcoin und die Fähigkeit, zu günstigen Konditionen Kapital aufzunehmen.
Der Rückkopplungseffekt ist markant: Stabile STRC-Kurse nahe Nennwert erleichtern Kapitalaufnahmen, Bitcoin-Käufe stärken die Treasury, Wachstum nährt Vertrauen. Diese Reflexivität funktioniert, solange Bitcoin steigt und Anleger das Modell akzeptieren.
Das wöchentliche Kaufmuster ist mittlerweile eingepreist – Ankündigungen wirken kaum noch als Katalysator. Entscheidend bleiben Bitcoin-Richtung, Volatilität und die Stimmung im Krypto-Sektor.
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