Bitcoin unter 60.000 Dollar, mehrere Analysehäuser mit gesenkten Kurszielen und Gewinnmitnahmen nach dem starken Montag — die Strategy-Aktie hat einen schwachen Dienstag erwischt. Der Kurs gab am Nachmittag rund sechs Prozent nach.
Der Rücksetzer folgt auf einen Kurssprung von knapp 13 Prozent am Vortag. Auslöser war das neue „Digital Credit Capital Framework“, mit dem CEO Phong Le den Wechsel von reiner Kapitalaufnahme zu aktivem Kapitalmanagement vollzieht. Die Mechanik nach starken Kurssprüngen erklärt den heutigen Rückgang mindestens teilweise: Wer Montag eingestiegen war oder Short-Positionen eingedeckt hatte, verkaufte Dienstag.
Was das Framework enthält
Strategy hält 847.363 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von rund 75.651 Dollar pro Coin. Das neue Rahmenwerk setzt mehrere Leitplanken: eine Dollar-Reserve von rund 2,55 Milliarden Dollar — ausreichend für etwa 17 Monate an Dividenden- und Zinsverpflichtungen — sowie zwei genehmigte Rückkaufprogramme von jeweils bis zu einer Milliarde Dollar, eines für Vorzugsaktien, eines für Stammaktien. Hinzu kommt ein Bitcoin-Monetarisierungsprogramm von bis zu 1,25 Milliarden Dollar.
Der entscheidende Bruch mit der bisherigen Doktrin steckt in diesem letzten Punkt. Strategy darf nun formal Bitcoin verkaufen, um Liquidität zu sichern. Bislang war das Halten der Bestände sakrosankt. Gründer Michael Saylor betont weiterhin, Bitcoin bleibe das primäre Reservevermögen — allein die Möglichkeit des Verkaufs markiert jedoch eine klare Kurskorrektur.
Warum das Framework überhaupt nötig war
Der Druck hatte sich aufgebaut: Seit Anfang 2026 waren die Dollar-Barreserven um 38 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Dollar gesunken, während sich die annualisierten Dividendenverpflichtungen auf etwa 1,2 Milliarden Dollar fast vervierfacht hatten. Obendrein rutschte das Verhältnis von Marktkapitalisierung zu Bitcoin-Bestandswert — das sogenannte mNAV — zeitweise unter eins. Das neue Framework versucht diesen Kritikpunkt strukturell zu adressieren.
Kein Wunder, dass der Markt zunächst erleichtert reagierte. Ob das Framework tatsächlich für nachhaltige Entlastung sorgt, hängt davon ab, ob Strategy die genehmigten Rückkäufe tatsächlich einsetzt und wann erstmals das Bitcoin-Monetarisierungsprogramm aktiviert wird. Beides ist genehmigt, aber noch nicht umgesetzt. Der Bitcoin-Kurs, der aktuell weiter unter der 60.000-Dollar-Marke verbleibt, bleibt der entscheidende Hebel für die Aktie — in beide Richtungen.
Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 30. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


