Strategy hat den jüngsten Bitcoin-Kauf überwiegend mit Erlösen aus Aktienverkäufen finanziert. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, erwarb es vergangene Woche 250 Bitcoin für 21,5 Millionen $. Parallel kaufte Strategy STRC-Vorzugsaktien für 192,4 Millionen $ zurück. Für Anleger stehen damit nicht nur die zusätzlichen Bitcoin im Mittelpunkt, sondern auch die Verwendung und Herkunft des Kapitals.
Die Mitteilung verbindet zwei unterschiedliche Maßnahmen: Strategy erweitert seinen Bitcoin-Bestand und kauft zugleich Vorzugsaktien zurück. Beide Vorgänge gehören zur jüngsten Kapitalverwendung des Unternehmens. Bei der Finanzierung des Bitcoin-Kaufs nennt Strategy ausdrücklich Aktienverkäufe als wesentlichen Bestandteil.
Aktienerlöse tragen den Bitcoin-Zukauf
Für den Kauf setzte Strategy 21,0 Millionen $ an Nettoerlösen aus Verkäufen von MSTR-Aktien ein. Weitere 0,5 Millionen $ stammten aus Barmitteln. Der Erwerb erfolgte zu einem durchschnittlichen Preis von 86.194 $ je Bitcoin.
Damit lässt sich die Finanzierung des Zukaufs klar einordnen: Strategy bezahlte ihn nicht allein aus vorhandenen Barmitteln. Der Verkauf von Aktien lieferte den wesentlichen Finanzierungsbeitrag. Für die Bewertung der Transaktion ist diese Verbindung zwischen Aktienplatzierung und Bitcoin-Erwerb ebenso relevant wie der zusätzliche Bestand.
Zum Stand vom Sonntag hielt Strategy insgesamt 848.250 Bitcoin. Der parallel gemeldete Rückkauf umfasste 1.932.145 STRC-Vorzugsaktien.
Die beiden Maßnahmen sollten Anleger getrennt betrachten. Der Bitcoin-Kauf erhöht den Bestand der Kryptowährung. Der Rückkauf betrifft dagegen die Vorzugsaktien. Die Meldung beschreibt somit sowohl den Ausbau des Bitcoin-Bestands als auch eine Transaktion auf der Kapitalseite.
Quartalszahlen als nächster Terminanker
Strategy kündigte am Donnerstag an, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 29. Oktober nach dem US-Börsenschluss zu veröffentlichen. Anschließend ist ein Live-Webinar um 17:00 Uhr Eastern Time vorgesehen.
Der Quartalsbericht bildet den nächsten angekündigten Termin für die finanzielle Einordnung. Die jüngste Transaktionsmeldung beantwortet bereits die Frage nach der Finanzierung des Bitcoin-Zukaufs. Davon getrennt bleibt die Bewertung der Geschäftsergebnisse, die Strategy erst mit dem angekündigten Bericht vorlegen wird.
Im Vorfeld erhöhte Barclays-Analyst Nik Cremo am Freitag Medienberichten zufolge das Kursziel für Strategy von 160 $ auf 175 $. Die Einstufung „Overweight“ behielt er in seinem Ausblick auf die Quartalszahlen bei.
Die höhere Zielmarke ergänzt damit die jüngste Unternehmensmeldung um eine positive Analysteneinschätzung. Sie ist jedoch keine gemeldete Geschäftszahl. Im Mittelpunkt der neuen Nachricht steht der vollzogene Bitcoin-Kauf: Aktienerlöse finanzierten ihn überwiegend, während Strategy zugleich STRC-Vorzugsaktien zurückkaufte.
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