Lange ging es für XRP fast nur abwärts. Seit Jahresbeginn verlor der Token rund 41 Prozent. Nun formiert sich spürbarer Widerstand gegen den Ausverkauf. Ein technisches Kaufsignal und frische Netzwerkdaten deuten auf einen lokalen Boden hin.

Technisches Signal weckt Hoffnung

Aktuell notiert der Kurs bei 1,11 US-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Tagesplus von gut fünf Prozent. Damit setzt sich XRP deutlich vom jüngsten 52-Wochen-Tief bei 1,01 US-Dollar ab. Auf dem Vier-Stunden-Chart leuchtet erstmals seit Mitte Juni ein Kaufsignal des SuperTrend-Indikators auf. Der nächste direkte Widerstand wartet knapp über dem aktuellen Niveau. Gleichzeitig sichern Käufer die Unterstützungslinie im Bereich von 1,06 US-Dollar ab.

Wale und Netzwerkeffekte

Auch der Blick auf die Blockchain stützt das bullische Bild. Historisch niedrige Buchgewinne für Langzeithalter markieren oft das Ende einer Korrektur. Das belegen aktuelle On-Chain-Metriken:

  • 4.941 neue Wallet-Adressen entstanden an einem einzigen Tag.
  • 44,6 Prozent beträgt der Spread zwischen Großinvestoren und Kleinanlegern.
  • 120 Millionen Token flossen Ende Juni von den Kryptobörsen ab.

Im Hintergrund positioniert Ripple sein Ökosystem neu. Der Entwickler trat Ende Juni dem Open USD Konsortium bei. Partner sind Schwergewichte wie Visa und BlackRock. Das Ziel: XRP soll als Brückenwährung für das Netzwerk dienen. Allerdings startet der Stablecoin vorerst auf konkurrierenden Blockchains wie Solana. Der eigene Stablecoin RLUSD schrumpfte nach einer Token-Verbrennung auf eine Marktkapitalisierung von 1,4 Milliarden US-Dollar.

Institutionelles Geld treibt den Kurs

Trotz der regulären Freigabe von einer Milliarde Token am 1. Juli zeigt der Markt Stärke. Die Käufer absorbieren das neue Angebot problemlos. Die Folge: Institutionelle Investoren greifen weiter zu. Spot-ETFs auf XRP verzeichnen acht Wochen in Folge Nettozuflüsse im Wert von 1,47 Milliarden US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über die aktuellen Widerstände hängt nun an der Politik. Der Markt wartet auf die finale Abstimmung zum CLARITY Act im US-Senat.