XRP notiert bei 1,33 US-Dollar — rund 29 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Währenddessen fließt institutionelles Kapital weiter in US-Spot-ETFs auf den Token. Diese Schere zwischen Kurs und Kapitalzufluss ist das beherrschende Thema dieser Woche.
ETF-Zuflüsse und ein Warnsignal auf der Kette
Am 26. Mai verzeichneten US-Spot-XRP-ETFs netto 1,55 Millionen Dollar an Zuflüssen — allein getragen vom Grayscale XRP Trust (GXRP), der sein verwaltetes Vermögen damit auf rund 130 Millionen Dollar hob. Seit dem Start dieser Produktkategorie summieren sich die kumulierten Nettomittelzuflüsse auf 1,409 Milliarden Dollar. Das gesamte Nettovermögen aller US-Spot-XRP-ETFs liegt aktuell bei 1,121 Milliarden Dollar.
Parallel dazu sendet ein On-Chain-Indikator ein ungewöhnliches Signal. Das 30-Tage-MVRV-Verhältnis — es misst, ob Halter im Durchschnitt im Gewinn oder Verlust sitzen — fiel am 27. Mai auf den tiefsten Stand seit Dezember 2020. Konkret bedeutet das: Wer XRP im vergangenen Monat gekauft hat, sitzt im Schnitt auf einem Buchverlust von knapp 47 Prozent. Historisch folgten auf derart extreme Negativwerte häufig Phasen erhöhten Kaufdrucks, sobald kurzfristige Verkäufer kapituliert hatten.
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Ripple baut Markenrechte aus
Während der Token zwischen 1,30 und 1,40 Dollar pendelt, arbeitet Ripple an seiner rechtlichen und unternehmerischen Stellung. Am 26. Mai reichte das Unternehmen zwei Markenanmeldungen für sein „Triskelion“-Logo und den gleichnamigen Wortmarken ein. Die Anmeldungen decken ein breites Spektrum an Finanzdienstleistungen ab: Brokerage, Wertpapierleihe, digitales Asset-Management sowie Software für Geldtransfers, Cash-Management und Prime-Brokerage-Services.
Das passt zur erklärten Strategie, sich im Markt für tokenisierte Vermögenswerte zu positionieren — einem Segment, das Ripple auf 18,9 Billionen Dollar taxiert.
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Netzwerk-Update mit Nachzüglern
Das XRP Ledger erhielt am 27. Mai ein planmäßiges technisches Update: Das Amendment „fixCleanup3_1_3″ als Teil der Softwareversion rippled 3.1.3 ist nun aktiv. Es bereinigt abgelaufene NFT-Angebote automatisch, reduziert Datenbloat und führt Sicherheitsinvarianten für sogenannte Permissioned Domains ein. Außerdem korrigiert es die Trust-Line-Buchführung im Lending-Protokoll des Netzwerks.
Bis Mitte Mai hatten allerdings nur 40 bis 46 Prozent der Nodes das Pflicht-Update eingespielt. Wer die Frist verpasst hat, ist seit der Aktivierung vom Netzwerk-Konsens ausgeschlossen — bis zur Migration auf die aktuelle Softwareversion.
Der nächste Kursimpuls dürfte davon abhängen, ob das MVRV-Signal tatsächlich eine Erschöpfung der Verkäufer markiert oder ob XRP zunächst die Unterstützung bei 1,22 Dollar — dem 52-Wochen-Tief vom Februar — erneut testet.
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