Acht Wochen lang kannten die XRP-Fonds nur eine Richtung. Jetzt bricht der Trend. Am 8. Juli zogen Investoren massiv Kapital ab. Parallel dazu steht das Netzwerk vor einem entscheidenden Update.
Bitwise-Abfluss beendet Serie
Der Abfluss belief sich auf 7,29 Millionen US-Dollar. Das ist der größte Tagesverlust seit März. Das Bitwise-Produkt verantwortete die kompletten Rückgaben. Zuvor lag der Handel zwei Tage lang völlig brach.
Der Dämpfer beendet eine beachtliche Serie. Zuvor verzeichneten die XRP-ETFs acht Wochen in Folge frisches Kapital. Allein in der letzten Juni-Woche flossen knapp 23 Millionen US-Dollar zu.
Trotz des Rücksetzers bleibt das Gesamtbild stabil. Ein massiver Einbruch wie im Januar blieb aus. Die kumulierten Zuflüsse aller zugelassenen XRP-Fonds liegen weiterhin bei rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Bitwise hält daran einen Anteil von fast 500 Millionen US-Dollar.
Netzwerk vor Software-Sprung
Abseits der Börse macht das Netzwerk technische Fortschritte. Das v3.2.0-Software-Update hat die kritische Hürde zur Aktivierung genommen. Rund 89 Prozent der Validatoren nutzen die neue Version. Damit ist die erforderliche Marke von 80 Prozent deutlich überschritten.
Die reine Installation reicht allerdings nicht aus. Die Entwickler haben eine formelle Abstimmung auf der Blockchain an das Update geknüpft. Dieses sogenannte „fixCleanup3_2_0“-Amendment benötigt ebenfalls eine Mehrheit der vertrauenswürdigen Validatoren. Ripple selbst hat bereits dafür gestimmt. Wer das Update verweigert, riskiert den Ausschluss vom Ledger.
Nutzer wachsen, Kurs schwächelt
Die fundamentale Nutzung der Blockchain wächst indes weiter. Im ersten Halbjahr kamen fast eine halbe Million neue Adressen hinzu. Die Gesamtzahl stieg damit auf einen Rekordwert von über 8,4 Millionen. Stablecoins und Tokenisierung treiben diese Entwicklung an.
Am Markt spiegelt sich dieses Wachstum derzeit nicht wider. Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,09 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Token fast die Hälfte seines Wertes verloren. Er bewegt sich nun gefährlich nah an seinem bisherigen Jahrestief.
Das ETF-Minus beweist, wie schnell Einzelverkäufe die Tagesbilanz kippen können. Für das Ledger-Update beginnt nun die heiße Phase. Sobald das Amendment die nötigen Stimmen erreicht, startet ein zweiwöchiges Unterstützungsfenster. Erst danach ist die Aktivierung von v3.2.0 endgültig besiegelt.
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