Ripple stemmt sich gegen die politische Enttäuschung der vergangenen Woche. Nachdem der Clarity Act am vergangenen Dienstag im US-Senat mit 49 zu 50 Stimmen scheiterte und XRP seither rund 8,0 Prozent verlor, meldete sich Ripples Chief Legal Officer Stuart Alderoty öffentlich zu Wort. Sein Argument: Die rechtliche Position von XRP hängt nicht an diesem Gesetzentwurf.
Alderoty verweist auf „settled ground“
Am Mittwoch erklärte Alderoty auf der Plattform X, Ripple und XRP stünden auf „settled ground“ – gesichertem Boden. Er bezog sich damit auf das Ergebnis eines fünfjährigen Gerichtsverfahrens mit der US-Börsenaufsicht SEC sowie auf eine gemeinsame Einordnung von SEC und CFTC vom 17. März, wonach XRP als digitales Rohstoffgut gilt.
Diese Klassifizierung bestehe fort, bis eine künftige Kommission sie ändere. Bereits am Tag des gescheiterten Senatsvotums hatte Alderoty betont, das Abstimmungsergebnis öffne die juristische Grundlage von XRP nicht erneut und ändere nichts an einem Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2023, das für Ripple günstig ausfiel.
Diese Botschaft richtet sich erkennbar an verunsicherte Anleger, die den Rückschlag im Senat als Rückschritt in der Ripple-SEC-Auseinandersetzung deuten könnten. Für den Kurs bedeutet das zunächst wenig Entlastung, doch die Abgrenzung zwischen politischem Gesetzgebungsprozess und bestehender Rechtslage dürfte langfristig orientierte Investoren beruhigen.
Netzwerk und Zahlungsgeschäft laufen unabhängig vom politischen Streit weiter
Während in Washington um Marktstrukturregeln gerungen wird, entwickelt sich das operative Geschäft rund um Ripple stetig. Der dollargebundene Stablecoin RLUSD hat mittlerweile ein Volumen von 2,442 Milliarden Dollar erreicht und macht 82 Prozent der Stablecoin-Aktivität auf der XRP Ledger aus.
Die im Oktober 2025 für 1,25 Milliarden Dollar übernommene und seither als Ripple Prime firmierende Hidden Road hat ihren Umsatz binnen eines Jahres verdreifacht und wickelt inzwischen ein jährliches Transaktionsvolumen von mehr als 3 Billionen Dollar für über 300 institutionelle Kunden ab.
Auch technisch bewegt sich die XRP Ledger voran: Die überarbeitete Batch-Funktion BatchV1_1, die Entwicklern das Bündeln von bis zu acht Transaktionen in einer atomaren Gruppe erlaubt, nähert sich ihrem Mainnet-Start.
ETF-Zuflüsse verlangsamen sich, Kurs konsolidiert
Die fünf US-amerikanischen Spot-XRP-ETFs verzeichnen inzwischen in der neunten Woche in Folge Nettozuflüsse, kumuliert 1,71 Milliarden Dollar seit Auflage. Allerdings ist das Tempo deutlich abgeflaut: Die jüngste Wochensumme lag bei nur noch 19 Millionen Dollar, weit unter dem Augusthoch von 110,49 Millionen Dollar.
Zudem stammen 84 Prozent der Zuflüsse von Privatanlegern – institutionelles Kapital, auf das viele optimistische Kursziele setzen, bleibt bislang die Ausnahme.
Aktuell notiert XRP bei 1,31 US-Dollar und hat in den vergangenen 30 Tagen um 31 Prozent zugelegt, liegt seit Jahresbeginn aber weiterhin 29 Prozent im Minus. Zum 52-Wochen-Hoch von 3,14 Dollar aus dem vergangenen September fehlen noch 58 Prozent.
Die Ripple-Escrow-Freigabe von 1 Milliarde XRP vor rund zwei Wochen, nach der der Kurs um 5,0 Prozent nachgab, hat den Token bislang nicht nachhaltig belastet – rund 31,28 Milliarden XRP verbleiben weiter in den Escrow-Konten von Ripple.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 18. September liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

