Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) hat den XRP Ledger in einem Prototyp getestet, um offizielle Statistiken manipulationssicher zu machen. Das am 2. September veröffentlichte Working Paper Nr. 1374 beschreibt, wie kryptografische Fingerabdrücke über einen Merkle-Root-Mechanismus auf der Blockchain verankert werden.
Die Publikation von Datensätzen dauert im Test drei bis fünf Sekunden, die Verifikation ein bis zwei Sekunden. Wichtig für Anleger: Es handelt sich um einen Machbarkeitsnachweis auf einem Testnetzwerk, nicht um ein Produktionssystem und nicht um eine Partnerschaft mit Ripple. Der Ledger könnte laut den Studienautoren ebenso durch eine andere Infrastruktur ersetzt werden.
Trotz der eingeschränkten Tragweite reagierte der Markt positiv. XRP notiert am heutigen Freitag bei 1,46 US-Dollar und legt im Tagesverlauf um 8,1 Prozent zu. Auf Monatssicht steht ein Plus von 36 Prozent zu Buche, während die Kryptowährung im Jahresvergleich noch immer 49 Prozent im Minus liegt.
Die Kursreaktion auf die BIS-Nachricht fällt damit deutlich stärker aus, als es der eigentliche Nachrichtengehalt nahelegen würde – ein Hinweis darauf, dass Anleger jede institutionelle Erwähnung von XRP derzeit als Kaufsignal werten.
Politischer Rückenwind aus Washington
Parallel zur BIS-Meldung sorgte Ripple-Chef Brad Garlinghouse für Aufsehen. Am 3. September erklärte er, die USA seien nah daran, zur globalen Krypto-Hauptstadt zu werden: „Making America the crypto capital of the world is within reach – let’s finish the job.“
Die Aussage fällt vor einer entscheidenden Woche für die Branche: Der US-Senat stimmt am 15. September über den CLARITY Act ab, der die Aufsicht über digitale Vermögenswerte zwischen SEC und CFTC klären soll. Für die Zulassung sind 60 Stimmen nötig, die Republikaner verfügen über 53 Sitze und benötigen damit sieben demokratische Stimmen.
Das Repräsentantenhaus hat zudem nur noch vier Sitzungstage im September eingeplant, bevor es sich am 17. September verabschiedet – ein Zeitfenster, das Beobachter als riskant für die weitere Gesetzgebung einstufen.
Garlinghouse war bereits am 19. August Teil eines Weißen-Haus-Treffens mit Vertretern von Coinbase, Robinhood, Kraken, Nasdaq, ICE, Gemini und Chainlink. Ein Foto von diesem Termin, das ihn direkt neben Präsident Trump zeigt, kursiert seither in der XRP-Community als Symbol wachsender politischer Nähe.
Institutionelles Interesse nimmt zu
Auch abseits der Politik verdichten sich Signale für steigendes institutionelles Interesse. Bei einer Präsentation vor rund 400 Vermögensverwaltern erzeugte XRP nach Angaben von Bitwise die meisten Rückfragen aller vorgestellten Kryptowerte.
Zugleich verließen laut Marktdaten rund 500 Millionen XRP die Handelsplattform Binance, wodurch deren Reserven auf den niedrigsten Stand seit Februar 2024 fielen – ein Muster, das häufig mit langfristiger Positionierung oder ETF-Nachfrage in Verbindung gebracht wird. US-Spot-ETFs auf XRP verzeichneten am Mittwoch einen Nettozufluss von 6,14 Millionen US-Dollar, angeführt von den Anbietern Franklin und Bitwise.
Uphold-Präsidentin Nancy Beaton äußerte sich am 3. September zuversichtlich über die Rolle von XRP und dem zugehörigen Ledger im entstehenden Finanzsystem und verwies auf die laufende Zusammenarbeit ihres Unternehmens mit Ripple.
Für Anleger bleibt die Gemengelage ambivalent: Technische Fortschritte und politische Rückendeckung treiben die Stimmung, während der eigentliche regulatorische Durchbruch – der CLARITY Act – erst in zwei Wochen zur Abstimmung steht und dessen Ausgang nach Einschätzung von Marktbeobachtern keineswegs sicher ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen?! Neue XRP-Analyse vom 4. September liefert die Antwort:
Die neusten XRP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für XRP-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
XRP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

