Jahrelang lähmte regulatorische Unsicherheit das XRP-Ökosystem. Nun lichtet sich der Nebel. In den USA und Japan stehen historische Weichenstellungen an. Parallel dazu verzeichnet das Netzwerk einen massiven Nutzerzuwachs.

Neue Adressen und das Mai-Update

Das XRP Ledger erlebt aktuell einen spürbaren Aktivitätsschub. Innerhalb von 24 Stunden entstanden rund 4.300 neue Wallet-Adressen. Das markiert einen der stärksten Tagesanstiege des laufenden Jahres.

Ein technischer Meilenstein steht unmittelbar bevor. Am 27. Mai aktiviert das Netzwerk ein umfangreiches Software-Update. Alle 35 Validatoren stimmten dem Patch zu. Das ist ein seltenes Ereignis in der internen Governance. Die Software repariert Funktionen für NFTs und dezentrale Finanzanwendungen.

Institutionelles Geld fließt

Während Kleinanleger das Netzwerk stürmen, halten sich Großinvestoren zurück. Die Zahl der Wal-Transaktionen über einer Million Dollar fiel zuletzt um gut 57 Prozent. Große Akteure drosseln offenbar ihre unmittelbare Handelsaktivität.

Im Gegenzug fließt massiv institutionelles Kapital über Börsenfonds in den Markt. Kürzlich sammelten Spot-ETFs netto 60,5 Millionen Dollar ein. Das ist ein Rekord seit dem US-Start. Im gesamten Mai flossen den Fonds bisher 1,41 Milliarden Dollar zu.

Rückenwind aus Washington und Tokio

Den größten Schub liefert jedoch die Politik. Der Bankenausschuss des US-Senats verabschiedete den sogenannten CLARITY Act. Dieses Gesetz stuft XRP offiziell als digitale Ware ein. Damit fällt der Token nicht mehr unter das strenge US-Wertpapierrecht.

Auch in Asien ändert sich die Lage. Japan will XRP bis zum zweiten Quartal als reguläres Finanzprodukt klassifizieren. Damit erhält der Coin einen ähnlichen Status wie traditionelle Aktien. Pensionskassen und Versicherer könnten dann legal investieren.

An der Börse spiegelt sich diese fundamentale Stärke noch nicht wider. Aktuell notiert XRP bei 1,35 US-Dollar. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Coin ein Minus von rund 28 Prozent. Am 27. Mai steht nun zunächst das technische Update an. Validatoren müssen ihre Systeme bis zur Frist aktualisieren, um Ausfälle im Netzwerk zu vermeiden.