Schwache US-Arbeitsmarktdaten hauchen dem Kryptomarkt neues Leben ein. Davon profitiert besonders XRP. Der Token erholt sich bei Kursen um 1,09 US-Dollar spürbar von seinen jüngsten Tiefständen. Ein schwacher Jobreport senkt die Zinsangst. Das lockt Anleger zurück.
Der Juni war für XRP-Investoren brutal. Seit Jahresbeginn brach der Kurs um gut 42 Prozent ein. Ende des Monats notierte der Token nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1,01 US-Dollar. Schlechte Nachrichten gab es aus dem Netzwerk nicht. Der breite Marktabverkauf zog den Kurs einfach mit nach unten.
Jetzt dreht das Bild. Der SuperTrend-Indikator liefert ein neues Kaufsignal. Auch das TD-Sequential-Modell zeigt eine mögliche Makro-Umkehr an.
Institutionelles Geld fließt ebenfalls wieder. Spot-ETFs kurbeln die direkte Nachfrage an. Vor dem Wochenende sammelten die Produkte rund 6,6 Millionen US-Dollar ein. Insgesamt flossen seit dem Start knapp 1,5 Milliarden US-Dollar in diese Fonds.
Netzwerkaktivität explodiert
Hinter den Kulissen wächst das Netzwerk rasant. Die Zahl der aktiven Adressen sprang in nur zwei Wochen um 72 Prozent nach oben. Ende Juni entstanden an einem einzigen Tag fast 5000 neue Wallets. Das ist das stärkste Wachstum seit drei Monaten.
Anleger ziehen ihre Bestände massiv von den Börsen ab. Die Abflüsse stiegen zuletzt von knapp 41 Millionen auf rund 123 Millionen XRP. Eine Verdreifachung in wenigen Tagen. Das deutet auf gezielte Käufe hin. Investoren lagern die Token offenbar langfristig ein.
Blick auf die Hürden
Charttechnisch liegen klare Hürden auf dem Weg nach oben. Die erste Marke ist das Fibonacci-Level bei 1,18 US-Dollar. Knapp darüber wartet die 50-Tage-Linie bei 1,21 US-Dollar. Daran scheiterten die jüngsten Erholungsversuche.
Die nächste große Richtungsvorgabe liefert die US-Notenbank. Am 28. und 29. Juli trifft sich das Fed-Komitee. Ein falkenhafter Tonfall könnte den Kryptomarkt erneut unter Druck setzen. Ein moderater Ausblick dürfte Risikoanlagen dagegen weiteren Auftrieb geben.
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