Bei den US-Spot-ETFs auf XRP ist die Nachfrage zuletzt ins Stocken geraten. Medienberichten zufolge verzeichneten die Produkte am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils keine Nettomittelbewegungen. Damit steht der ausgebaute Zugang für institutionelle Anleger einer aktuellen Zuflusspause gegenüber. Neue Verwahrangebote schaffen zusätzliche Möglichkeiten; für die Nachfrageentwicklung bleibt entscheidend, ob Anleger diese auch nutzen.

ETF-Zuflüsse legen eine Pause ein

Im Oktober hatten die US-Spot-ETFs auf XRP noch Nettomittelzuflüsse von 18,8 Millionen US-Dollar verbucht. Die anschließenden Tage mit ausgeglichener Mittelbilanz setzen zunächst keinen neuen Nachfrageimpuls über diesen Anlageweg.

Für Anleger steht damit die weitere Entwicklung der ETF-Mittelströme im Vordergrund. Wiederkehrende Zuflüsse könnten für eine Belebung der Nachfrage über diese Produkte sprechen, sofern sie über einzelne Handelstage hinaus anhalten.

XRP notiert bei 1,18 USD und weist über die vergangenen 30 Tage eine Veränderung von -14% auf. Die jüngste Zuflusspause trifft damit auf einen bereits schwachen Kursverlauf.

Binance meldet Diebstahl aus Hot Wallets

Zusätzlich belastet ein Sicherheitsvorfall bei Binance die Nachrichtenlage rund um XRP. Reuters berichtete am Dienstag über den Diebstahl vom 29. Oktober. Angreifer entwendeten demnach 233,46 Millionen XRP aus fünf Hot Wallets und übertrugen die Token innerhalb von vier Minuten an eine von ihnen kontrollierte Adresse.

Laut dem von Reuters aufgegriffenen Vorfallsbericht der Börse erfolgte der Angriff über unbefugten Zugriff auf einen internen Dienst zur Wallet-Signierung. Für Anleger rückt damit neben der Nachfrage auch die Sicherheit der Verwahrung in den Fokus. Der konkret benannte Angriffspunkt lag bei der internen Infrastruktur von Binance.

Verwahrangebote erweitern den institutionellen Zugang

Auf der Angebotsseite gibt es zugleich Fortschritte. Ripple und BNY kündigten am 27. Oktober eine erweiterte Zusammenarbeit an. Die Digital Asset Custody-Plattform von BNY unterstützt dabei XRP und RLUSD für berechtigte institutionelle Kunden. Zudem wollen die Unternehmen Einsatzmöglichkeiten für tokenisierte Handelsfinanzierungen prüfen.

Diese Erweiterung erleichtert den institutionellen Zugang zur Verwahrung. Ihr Gewicht für XRP hängt jedoch davon ab, in welchem Umfang Kunden das Angebot tatsächlich nutzen.

Bereits am 26. Oktober erhielt Ripple Medienberichten zufolge die endgültige Genehmigung des Office of the Comptroller of the Currency zur Gründung der Ripple National Trust Bank. Sie soll institutionelle Verwahrung und Dienstleistungen rund um RLUSD-Reserven unterstützen. Für XRP stehen damit bessere Zugangsmöglichkeiten einer bislang ausbleibenden neuen ETF-Nachfrage gegenüber.