Während XRP-Halter auf Kurserholung hoffen, verändert sich das Netzwerk gerade fundamental. Zwei Amendments könnten den XRP Ledger von einer Zahlungsschiene in eine vollwertige DeFi-Plattform verwandeln — und das in einem Moment, in dem regulatorische Weichen gestellt werden.
Natives Kreditprotokoll direkt im Ledger
Die Validatoren des XRP Ledger stimmen derzeit über XLS-65 und XLS-66 ab. Kern des Vorhabens: ein institutionelles Kreditprotokoll, das On-Chain-Kredite über gepoolte Mittel ermöglicht — ohne externe Smart Contracts.
Das klingt einfacher, als es ist. XLS-66 ist kein klassisches Einzahlungs-Zins-Modell. Erträge entstehen innerhalb des Single-Asset-Vaults und werden erst beim Einlösen der Einlagen realisiert. Die Kreditwürdigkeitsprüfung läuft Off-Chain. Der Ledger selbst regelt Konditionen, Rückzahlungen und Autorisierungen.
Fig, Mitgründer von Squid Router, hat das System im Devnet getestet. Er fand keine Protokoll-, Design- oder Sicherheitsprobleme und kündigte an, für beide Proposals zu stimmen. Für eine Aktivierung braucht es 80 Prozent Konsens über zwei aufeinanderfolgende Wochen.
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Gelingt die Abstimmung, können Nutzer und Institutionen künftig Kredite in XRP, RLUSD und anderen Assets aufnehmen — direkt im Protokoll, ohne Umweg über Drittanbieter.
Rakuten, ETFs und der CLARITY Act
Das institutionelle Umfeld entwickelt sich parallel. Spot-XRP-ETFs verzeichneten zuletzt ihre beste Woche seit Januar: Zuflüsse von 55,2 Millionen US-Dollar, nach 11,75 Millionen in der Vorwoche. Die kumulierten Gesamtzuflüsse liegen bei über 1,27 Milliarden US-Dollar.
Strukturellen Rückenwind liefert Japan. Rakuten hat XRP in seine Zahlungs-App für 44 Millionen Nutzer integriert. Ausgaben sind bei mehr als 5 Millionen Händlern möglich. Nutzer können Rakuten-Punkte — das meistgenutzte Treueprogramm Japans mit rund 23 Milliarden US-Dollar im Umlauf — direkt in XRP umwandeln. Das ist reale Adoption in großem Maßstab.
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Regulatorisch hat die gemeinsame SEC-CFTC-Klassifizierung von XRP als digitales Rohstoffgut im März 2026 das Fundament gelegt. Der CLARITY Act, kürzlich vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet, soll diese Einstufung in dauerhaften gesetzlichen Schutz überführen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse hält eine Ratifizierung noch bis Ende Mai für möglich. Passiert das Gesetz den Senatsausschuss für Bankwesen noch diesen Monat, wäre XRP bundesrechtlich dauerhaft als Rohstoffgut eingestuft.
65 Prozent der befragten institutionellen Investoren nennen regulatorische Unsicherheit als Hauptgrund, bislang nicht in XRP investiert zu haben. Das zeigt, wie groß der potenzielle Zufluss nach einem positiven Senatsvotum sein könnte.
Kurs erholt sich — aber Abstand zum Hoch bleibt gewaltig
XRP notiert aktuell bei 1,45 US-Dollar, ein Plus von rund 8 Prozent in sieben Tagen. Der Kurs liegt damit über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,38 US-Dollar — ein technisch positives Signal. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,56 US-Dollar trennen XRP allerdings noch knapp 60 Prozent.
Entscheidend für die nächsten Wochen: Passiert der CLARITY Act den Senat, und aktivieren die Validatoren die Lending-Amendments? Beides zusammen würde XRP ein völlig neues Fundament geben — sowohl regulatorisch als auch technisch.
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