Die Krypto-Industrie verliert die Geduld. Eine Allianz aus über 200 Unternehmen fordert eine sofortige Abstimmung im US-Senat. Mittendrin steht Ripple. Das Unternehmen drängt massiv auf klare Regeln für den Handel mit digitalen Assets.
Das Bündnis verlangt ein Votum über den sogenannten CLARITY Act. Das Gesetz teilt die Aufsicht zwischen den Behörden SEC und CFTC auf. Die Firmen wollen eine Entscheidung vor der Sommerpause erzwingen, denn der Bankenausschuss hat den Entwurf bereits gebilligt.
Allerdings schwindet der Optimismus. Die Analysten von Galaxy Digital senken die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung in diesem Jahr auf 60 Prozent. Der Gesetzgebungskalender ist extrem voll. Parallel dazu prüft das Weiße Haus am Mittwoch mögliche Risiken durch illegale Finanzierungen.
Neues Level an Sicherheit
Abseits der Politik treibt Ripple die Technik voran. Entwickler sichern das neue Leihprotokoll des XRP-Ledgers mit mathematischen Methoden ab. Diese strenge Verifikation stammt ursprünglich aus der Luftfahrt und dem Militär. Das Verfahren hat bereits versteckte Fehler im Code aufgespürt.
Ein wichtiges Datum steht kurz bevor. Am 15. Juni 2026 rollt das Netzwerk das Update 3.2.0 aus. Die Software benötigt danach bis zu 40 Prozent weniger Arbeitsspeicher. Das macht das gesamte System deutlich effizienter.
Wale kaufen den Dip
Am Markt herrscht derweil extreme Angst. Der XRP-Kurs liegt aktuell bei 1,16 US-Dollar. Auf Jahressicht verbuchen Anleger ein Minus von rund 38 Prozent. Damit notiert der Token nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1,05 US-Dollar.
Große Investoren nutzen diese Schwäche. Sogenannte Wale halten aktuell fast 46 Milliarden XRP-Token. Das ist der höchste Wert seit acht Jahren. Auch technische Indikatoren senden Signale. Der RSI-Wert von 32 zeigt an, dass der Markt überverkauft ist.
Die Kombination aus politischem Druck und technologischen Updates definiert die kommenden Wochen. Eine Trendwende erfordert laut Analysten einen Monatsschlusskurs über 1,40 US-Dollar. Fällt der Token stattdessen unter die Unterstützung bei 1,04 US-Dollar, drohen weitere Abverkäufe.
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