Arafura: Dysprosium und Terbium heben Nolans

Arafura Rare Earths Aktie

Arafura Rare Earths rückt aus einem neuen Grund in den Blick. Beim Nolans-Projekt geht es nicht mehr nur um NdPr, also Neodym-Praseodym. Die mögliche Ausbeute schwerer Seltener Erden könnte den kommerziellen Wert des Projekts deutlich verändern. Genau das macht die Abstimmung im Juni so wichtig.

Schwere Seltene Erden als Hebel

Rare Earth Exchanges hebt Arafura im Mai-Update 2026 stärker hervor. Der Grund ist die mögliche Option auf schwere Seltene Erden bei Nolans. REEx spricht davon, dass das Projekt dadurch „zunehmend strategisch interessant“ werde.

Noch fehlt der endgültige Nachweis für eine höhere Neubewertung. REEx sieht aber ein klares Beobachtungsfeld. Wenn Arafura die Rückgewinnung von Dysprosium und Terbium spürbar verbessert, wäre Nolans für Abnehmer mehr als ein reines NdPr-Projekt.

Das ist wichtig. Dysprosium und Terbium erzielen deutlich höhere Preise als NdPr. Beide Metalle stecken in besonders leistungsfähigen Permanentmagneten für E-Autos und Verteidigungsanwendungen. In diesen Segmenten dominiert China noch stärker als bei leichten Seltenen Erden.

Nolans ist derzeit auf eine jährliche Produktion von 4.440 Tonnen NdPr-Oxid ausgelegt. Dazu kommen 470 Tonnen eines gemischten Oxids aus mittleren und schweren Seltenen Erden. Genau dieser zweite Teil könnte strategisch an Gewicht gewinnen.

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Markt bleibt eng

Arafura zählt weiter zu den wichtigsten Entwicklern außerhalb Chinas im Bereich leichter Seltener Erden. Wenn Nolans in Bau und Produktion geht, könnte das Projekt eine der bedeutendsten neuen NdPr-Oxid-Quellen außerhalb Chinas werden.

Der Engpass liegt nicht nur im Bergbau. Auch Trennung, Oxidproduktion, Metallisierung und Magnetfertigung bleiben knapp finanziert. Bei Magneten hängt die Produktion noch zu rund 90 Prozent an China.

Der NdPr-Markt hat nach dem starken Jahresstart abgekühlt. NdPr-Oxid fiel im April um 21,0 Prozent auf 99,61 Dollar je Kilo. Davor hatte der Preis im ersten Quartal um 105 Prozent zugelegt.

Der Rückgang wirkt eher wie Gewinnmitnahmen und Lagerabbau als wie ein Bruch des Trends. NdPr geht in das zweite Jahr mit Angebotsdefizit. Für das laufende Quartal erwartet der Markt eine Spanne von 95 bis 115 Dollar je Kilo.

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Ein wichtiger Impuls kommt aus China. Die Halbjahresquote des Industrieministeriums für den Bergbau wird üblicherweise im Juni veröffentlicht. Sie zeigt, ob sich die Versorgung in der zweiten Jahreshälfte entspannt oder weiter verengt.

Finanzierung hängt an der Abstimmung

Am 10. Juni 2026 stimmen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Kapitalerhöhung von 230 Millionen australischen Dollar ab. Unterstützt wird das Paket von der deutschen KfW und Export Finance Australia.

Lehnen die Aktionäre den Vorschlag ab, fällt das Finanzierungspaket weg. Bei Zustimmung erhält KfW einen Sitz im Verwaltungsrat und Vetorechte bei künftigen Projektmeilensteinen. Alle Bedingungen müssen bis zum 1. Dezember 2026 erfüllt sein.

Arafura hat bereits verbindliche Abnahmeverträge mit Hyundai, Kia, Siemens Gamesa und Traxys geschlossen. Das Ziel bleibt eine finale Investitionsentscheidung im zweiten Quartal 2026. Danach soll der Bau starten, die erste Produktion ist für die zweite Jahreshälfte 2029 vorgesehen.

Der nächste harte Termin ist damit der 10. Juni 2026. Eine Zustimmung würde die Finanzierung noch nicht vollständig sichern, aber das Paket am Leben halten. Eine Ablehnung würde den Zeitplan für Nolans sofort infrage stellen.

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