Black Bear Minerals will die Shafter-Silbermine in Texas zu neuem Leben erwecken. Die Behörden bremsen den Optimismus des australischen Bergbauunternehmens nun jedoch aus. Eine aktuelle Inspektion offenbart erhebliche Umweltbelastungen auf dem Gelände.

Bleiwerte über dem Grenzwert

Die Umweltbehörde TCEQ untersuchte den Standort nach Beschwerden von Anwohnern. Die Ergebnisse sind eindeutig. An einer Stelle der Mine erreichte die Bleikonzentration im Boden 1.930 mg/kg.

Der gewerbliche Schwellenwert liegt bei 1.600 mg/kg. Auch in der Nähe des Cibolo Creek fanden Prüfer mit 1.420 mg/kg hohe Werte. Die Behörde ordnete daraufhin Sofortmaßnahmen an.

Das Unternehmen entfernte bereits Fässer mit Natriumperoxid und kennzeichnete Öltrommeln korrekt. Offen bleibt bisher, ob die Abdichtung der Verdunstungsbecken hält. Staatliche Stellen haben die Sanierung dieser kritischen Infrastruktur noch nicht bestätigt.

Juristischer Streit und reiche Silberadern

Indes schwelt ein Rechtsstreit mit der benachbarten Cibolo Creek Ranch. Die Eigentümer fechten die Abwassergenehmigungen der Mine an. Sie werfen dem Betreiber anhaltende Verschmutzungen vor.

Für Black Bear Minerals steht viel auf dem Spiel. Der Konzern treibt die Wiederaufnahme des Betriebs voran. Jüngste Bohrungen lieferten vielversprechende Ergebnisse mit bis zu 1.333 Gramm Silber pro Tonne.

Das Ziel ist klar. Black Bear will die bestehende Schätzung von 17,6 Millionen Unzen Silber in einen international anerkannten JORC-Standard überführen. Die hohen Gehalte machen das Projekt wirtschaftlich attraktiv.

Silbermarkt unter Druck

Der Zeitpunkt für einen Produktionsstart wäre günstig. Experten erwarten für 2026 ein weltweites Defizit am Silbermarkt von gut 46 Millionen Unzen. Der Preis für das Edelmetall korrigierte zuletzt auf rund 60 US-Dollar je Unze.

Weltweit stammt nur ein kleiner Teil des Silbers aus reinen Primärminen. Dies erhöht den Marktwert von Projekten wie Shafter. Black Bear Minerals muss nun beweisen, dass der Neustart trotz der ökologischen Altlasten gelingt.