Gold: 0,6 Prozent Minus nach Iran-Schlag

Neue US-Militäraktionen im Iran lassen den Goldpreis fallen. Der Spotpreis sinkt auf 4.544 Dollar, während Öl wieder teurer wird.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Gold fällt auf 4.544 Dollar
  • US-Angriffe im Süden des Iran
  • Ölpreis Brent steigt über 97 Dollar
  • Gold-ETF verzeichnet Kapitalabflüsse

Zwischen Washington und Teheran liegt ein Rahmenabkommen auf dem Tisch. Eine 60-tägige Waffenruhe schien greifbar. Indes dämpfen neue US-Angriffe im Süden des Iran den Optimismus am Dienstag spürbar. Der Goldmarkt reagiert prompt auf diese widersprüchlichen Signale. Der Spotpreis rutscht um 0,6 Prozent ab.

Diplomatie trifft auf Militärschlag

US-Präsident Trump nannte die jüngsten Verhandlungsfortschritte vielversprechend. Der Entwurf sieht auch die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus vor. US-Außenminister Rubio drohte allerdings mit anderen Mitteln. Eine tragfähige Einigung müsse her. Die Folge: Gold gab seine Gewinne vom Vortag wieder ab.

Aktuell notiert die Feinunze bei rund 4.544 US-Dollar. Damit rutscht der Kurs unter seinen mittelfristigen Trend. Seit Jahresbeginn verteidigt das Edelmetall ein moderates Plus. Das Rekordhoch von 5.450 US-Dollar aus dem Januar bleibt vorerst außer Reichweite.

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Ölpreis und Inflation diktieren den Takt

Die militärischen Spannungen schlagen direkt auf den Ölmarkt durch. Ein Barrel der Sorte Brent verteuerte sich rasch wieder auf über 97 US-Dollar. Zuvor hatten Friedenshoffnungen die Notierungen noch massiv gedrückt. Teure Energie heizt unweigerlich die Inflationssorgen an.

Das bringt die US-Notenbank in eine schwierige Lage. Wirtschaftsberater des Weißen Hauses hoffen auf Zinssenkungen nach einem Friedensschluss. Der Markt bleibt skeptisch. Das FedWatch-Tool taxiert die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung bis Dezember 2026 auf 54 Prozent.

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Investoren ziehen Kapital ab

Große Adressen positionieren sich bereits neu. Der SPDR Gold Trust verzeichnete zuletzt klare Abflüsse. Die Bestände des weltweit größten Gold-ETFs sanken um fast drei Tonnen. Marktteilnehmer bauen offensichtlich ihre Absicherungen teilweise ab.

Parallel dazu richtet sich der Blick auf Kevin Warsh. Der neue Vorsitzende der Federal Reserve trat gerade sein Amt an. Ein starker US-Dollar-Index bei über 99 Punkten bremst den Goldpreis zusätzlich. Hält die psychologische Marke von 4.500 US-Dollar nicht, droht ein Test des jüngsten Tiefs.

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