Zentralbanken kaufen Gold in Rekordmengen. An den Finanzmärkten dominiert hingegen der Verkaufsdruck. Der Preis für eine Feinunze rutschte am Freitag auf 4.554 US-Dollar ab. Auf Wochensicht verbucht das Edelmetall damit ein Minus von gut dreieinhalb Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp fünf Prozent auf der Kurstafel.
Ausschlaggebend für den jüngsten Rücksetzer ist ein erneuter Inflationsschock aus den USA. Die Großhandels- und Verbraucherpreise stiegen im April deutlich stärker als erwartet. Die hartnäckige Teuerung treibt den US-Dollar an. Ein starker Greenback macht Gold für internationale Käufer teurer. Parallel dazu klettern die US-Anleiherenditen. Das macht zinstragende Papiere attraktiver als das zinslose Edelmetall.
Neuer Fed-Chef trifft auf alte Probleme
Die Märkte haben Zinssenkungen der US-Notenbank für dieses Jahr fast vollständig abgeschrieben. Einige Händler spekulieren sogar auf eine Zinserhöhung bis Dezember. Das Umfeld aus hoher Inflation und straffer Geldpolitik lastet schwer auf dem Goldpreis. Seit dem Allzeithoch von 5.450 Dollar im Januar hat der Kurs gut 16 Prozent eingebüßt.
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Hinzu kommt personelle Unsicherheit. Kevin Warsh hat offiziell das Amt des Fed-Präsidenten übernommen. Sein Vorgänger Jerome Powell schied am Donnerstag aus. Wie der neue Notenbankchef auf die Preisdynamik reagiert, wird den Markt in den kommenden Wochen stark beschäftigen.
Physische Nachfrage stützt den Markt
Trotz des kurzfristigen Preisdrucks bleibt das fundamentale Fundament intakt. Im ersten Quartal stieg die globale Goldnachfrage auf 1.231 Tonnen. Besonders die Zentralbanken kauften massiv zu. Allein die polnische Nationalbank stockte ihre Reserven deutlich auf. Auch private Anleger griffen zu. Die weltweite Nachfrage nach Münzen und Barren kletterte um 42 Prozent.
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Auch bei den börsengehandelten Fonds zeigt sich ein Lichtblick. Erste Investoren kehren in den Markt zurück. Der weltgrößte Gold-ETF verzeichnete zuletzt wieder Kapitalzuflüsse von rund 180 Millionen US-Dollar. Die Bestände wuchsen innerhalb weniger Tage um gut fünf Tonnen. Die Jahresbilanz des Fonds bleibt allerdings tiefrot.
Blick auf die kommende Woche
Für neue Impulse sorgen bald weitere Wirtschaftsdaten. Am 21. Mai stehen die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe auf der Agenda. Davor treffen sich am Montag die G7-Finanzminister in Paris. Charttechnisch testet Gold aktuell eine wichtige Marke. Fällt der Kurs nachhaltig unter die Unterstützung bei 4.550 Dollar, drohen weitere Abgaben.
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