Gold: 193 Milliarden Dollar Nachfrage im Q1

Trotz Zinserhöhungsängsten stabilisiert sich Gold dank physischer Käufe und geopolitischer Spannungen auf hohem Niveau.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Inflationsdaten belasten Zinssenkungshoffnungen
  • Physische Nachfrage erreicht Rekordniveau
  • Notenbanken kaufen weiterhin große Goldmengen
  • Geopolitische Risiken stützen den Goldpreis

Physische Käufer greifen zu, Makro-Investoren ziehen sich zurück. Beim Goldpreis prallen aktuell zwei Welten aufeinander. Ein unerwartet heißer US-Inflationsbericht hat den Markt aufgeschreckt. Heute folgt die nächste Bewährungsprobe.

Inflationsschock und ein neuer Fed-Chef

Die US-Verbraucherpreise stiegen im April auf 3,8 Prozent. Das ist der höchste Stand seit fast drei Jahren. Händler streichen Zinssenkungen für 2026 nun komplett aus ihren Büchern. Sie preisen stattdessen eine Zinserhöhung bis April 2027 ein.

Am heutigen Mittwoch steht der Erzeugerpreisindex an. Fällt dieser ebenfalls hoch aus, droht weiterer Verkaufsdruck. Parallel dazu stimmt der US-Senat voraussichtlich über Kevin Warsh ab. Er soll am Freitag Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden ablösen.

Warsh übernimmt in einer schwierigen Phase. Er brachte bereits eine ungewöhnliche Strategie ins Spiel. Der künftige Notenbankchef plant offenbar eine aggressive Bilanzreduzierung. Flankiert werden soll dies von Zinssenkungen am kurzen Ende.

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Physischer Markt stützt den Kurs

Trotz der Zinsängste hält sich der Goldpreis vergleichsweise robust. Er notiert aktuell bei rund 4.722 US-Dollar. Auf Jahressicht steht damit ein Plus von knapp neun Prozent. Vom Rekordhoch ist das Edelmetall aktuell gut 13 Prozent entfernt.

Die physischen Käufer trotzen dem Zinsumfeld. Das Resultat: ein Rekordquartal. Im ersten Jahresviertel 2026 kletterte der weltweite Goldbedarf auf 193 Milliarden US-Dollar. Asiatische Investoren trieben die Nachfrage nach Barren und Münzen massiv an. Auch Notenbanken kauften kräftig ein.

Die Polnische Nationalbank führte die Liste der staatlichen Käufer an. Sie stockte ihre Reserven im abgelaufenen Quartal um 31 Tonnen auf. Insgesamt erwarben die Zentralbanken weltweit geschätzte 244 Tonnen.

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Geopolitik als Preistreiber

Ein weiterer Faktor verhindert einen starken Kursrutsch. Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Die Straße von Hormus ist faktisch blockiert. Das treibt den Ölpreis über die Marke von 100 Dollar je Barrel.

Teures Öl befeuert wiederum die US-Inflation. Das zwingt die amerikanische Notenbank zu einer harten Linie. Für Goldanleger entsteht dadurch ein komplexes Szenario. Die geopolitische Prämie stützt den Kurs nach unten. Die hartnäckige Inflation deckelt ihn nach oben.

Der heutige Erzeugerpreisindex liefert den nächsten Impuls. Liegt die Inflation auch hier über den Erwartungen, rückt der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.759 US-Dollar als kurzfristiger Widerstand weiter in die Ferne. Fällt der Preisdruck schwächer aus, bietet das aktuelle Niveau eine Basis für die nächste Aufwärtsbewegung.

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