Geopolitische Krisen treiben Anleger normalerweise in sichere Häfen. Beim Goldpreis passiert aktuell das genaue Gegenteil. Das Edelmetall verzeichnete am Freitag den zweiten wöchentlichen Rückgang in Folge. Verantwortlich dafür ist eine toxische Mischung aus festgefahrener Diplomatie, teurem Öl und einer US-Notenbank, die wieder restriktivere Töne anschlägt.
Zum Handelsschluss am Freitag rutschte die Feinunze auf 4.510,50 US-Dollar ab. Auf Monatssicht summiert sich das Minus damit auf 4,69 Prozent. Der Kurs ist im Zuge dieser Korrektur unter die wichtige 50-Tage-Linie bei rund 4.669 US-Dollar gefallen.
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Teures Öl heizt Inflationssorge an
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist die diplomatische Hängepartie im Nahen Osten. US-Außenminister Marco Rubio sieht Washington und Teheran noch weit von einer finalen Einigung entfernt. Die andauernde Unsicherheit über die Stabilität der Energieversorgung treibt die Rohölpreise in die Nähe eines Vierjahreshochs.
Anstatt das Edelmetall als klassischen Inflationsschutz zu stärken, schürt teures Öl am Markt die Angst vor höheren Zinsen. Marktbeobachter preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 55 Prozent für einen weiteren Zinsschritt der Federal Reserve bis Oktober 2026 ein. Fed-Gouverneur Christopher Waller positionierte sich am Freitag entsprechend: Er hält eine Beibehaltung der lockeren geldpolitischen Ausrichtung nicht mehr für angemessen.
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Anleiherenditen als Gegenwind
Diese Wende in der Kommunikation der Notenbank treibt die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben und stärkt den Dollar. Da Gold keine Zinsen abwirft, steigen die Opportunitätskosten für Investoren spürbar. Parallel dazu verteuert die starke US-Währung das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollar-Raums, was die globale Nachfrage dämpft.
In der kommenden Woche richtet sich der Fokus auf den PCE-Deflator. Das am Freitag erwartete bevorzugte Inflationsmaß der Fed wird die kurzfristige Richtung vorgeben. Fällt der Preisdruck höher aus als erwartet, rückt ein Test der psychologisch wichtigen Unterstützung bei 4.500 US-Dollar in greifbare Nähe.
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