Rekordnachfrage trifft auf fallende Kurse. Bei Gold klaffen fundamentale Stärke und aktuelle Marktreaktion weit auseinander. Die chinesische Zentralbank kauft unermüdlich ein. Dennoch geriet das Edelmetall zum Wochenschluss massiv unter Druck.
Peking kauft unermüdlich weiter
Die People’s Bank of China stützte den Markt im April erneut und erwarb acht Tonnen Gold. Das markiert den achtzehnten Kaufmonat in Folge. Chinas offizielle Bestände klettern damit auf 2.322 Tonnen.
Dieser Appetit beschränkt sich nicht auf die Notenbank. China importierte im ersten Quartal netto 316 Tonnen. Das entspricht einem gewaltigen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Auch global erreichte die Goldnachfrage im Auftaktquartal einen Rekordwert.
Die Folge: ein robuster physischer Markt. Am Finanzmarkt sieht die Lage völlig anders aus. Gold rutschte am Freitag um fast drei Prozent ab. Der Schlusskurs lag bei 4.543,60 US-Dollar je Unze. Auf Wochensicht verlor das Edelmetall knapp vier Prozent.
Neuer Fed-Chef bremst die Fantasie
Verantwortlich für den Preisrutsch sind hartnäckige US-Inflationsdaten. Die Großhandels- und Verbraucherpreise stiegen zuletzt unerwartet stark. Ein fester US-Dollar belastet Gold zusätzlich. Der Dollar-Index erreichte den höchsten Stand seit Anfang April.
Parallel dazu richtet sich der Blick auf die US-Notenbank. Kevin Warsh übernahm am Donnerstag offiziell das Amt des Fed-Präsidenten. Er löst Jerome Powell ab. An den Märkten schwindet die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen.
Laut CME Group erwarten über 97 Prozent der Marktteilnehmer im Juni unveränderte Zinsen. Das hohe Zinsniveau macht zinslose Anlagen wie Gold weniger attraktiv. Selbst die eskalierende Lage im Nahen Osten stützt den Kurs aktuell kaum. Dort stört die gesperrte Straße von Hormuz den globalen Handel massiv.
Charttechnisch ist der Aufwärtstrend vorerst gebrochen. Gold notiert mittlerweile deutlich unter der 50-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 4.728 US-Dollar. Auf Jahressicht bleibt das Bild dennoch positiv. Seit Januar steht ein Plus von knapp fünf Prozent auf der Anzeigetafel.
Die kommenden Tage bringen weitere Impulse. Am 20. Mai veröffentlicht die Fed ihre Sitzungsprotokolle. Zwei Tage später folgen frische Daten zu den Inflationserwartungen der Universität Michigan.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 17. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

