Chinas Zentralbank kauft. Monat für Monat. Im April 2026 stockte die People’s Bank of China ihre Goldreserven um 260.000 Unzen auf — bereits zum 18. Mal in Folge. Diese strukturelle Nachfrage ist einer der wenigen stabilen Anker in einem Markt, der gerade unter Druck steht.
Denn der Goldpreis schwächelt. Mit 4.521 US-Dollar zum Wochenschluss liegt das Edelmetall rund 17 Prozent unter seinem Januarhoch von 5.450 Dollar. Auf Monatssicht verlor Gold knapp viereinhalb Prozent.
Zwei Kräfte ziehen in entgegengesetzte Richtungen
Auf der einen Seite: physische Nachfrage. Nicht nur China, auch andere Zentralbanken planen, ihre Goldbestände weiter auszubauen. Das wirkt als Puffer gegen kurzfristigen Verkaufsdruck.
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Auf der anderen Seite: Makrodruck. Steigende US-Anleiherenditen und ein fester Dollar erhöhen die Opportunitätskosten für Gold. Hinzu kommen hartnäckige Inflationserwartungen der US-Verbraucher — ein Signal, dass die Fed länger restriktiv bleiben könnte. Das belastet unverzinstes Gold direkt.
Geopolitisch bleibt die Lage offen. Das Treffen von Trump und Xi Jinping Mitte Mai in Peking könnte die Risikowahrnehmung an den Märkten noch Wochen prägen. Eine echte Annäherung würde die Risikoprämie bei Gold senken. Scheitern die Gespräche, stärkt das die Nachfrage nach sicheren Häfen.
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Charttechnik: Schmales Fenster für die Bullen
Technisch bewegt sich Gold in einer heiklen Zone. Der RSI liegt bei knapp 50 — neutral, ohne klares Signal. Der Kurs notiert rund drei Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
Die entscheidenden Marken für die kommende Woche:
- Widerstand: 4.535 Dollar für eine erste Trendwende, 4.602 Dollar für ein technisches Ende der Korrektur
- Unterstützung: 4.493 bis 4.533 Dollar als zentrale Zone; fällt diese auf Tagesschlussbasis, droht ein Rutsch Richtung 4.381 Dollar
Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt formal intakt, solange Gold oberhalb der SMA200-Linie notiert. Das Jahresplus von gut vier Prozent zeigt: Der strukturelle Rückenwind ist noch nicht verschwunden. Ein Tagesschluss unter der Unterstützungszone zum Wochenstart würde das Bild jedoch deutlich eintrüben.
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