Gold: Fed-Minutes drücken auf 4.522 Dollar

Das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank zeigt eine restriktive Haltung und setzt den Goldpreis unter Druck. Zentralbankkäufe stützen jedoch die Nachfrage.

Gold Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldpreis fällt nach Fed-Protokoll
  • US-Notenbank signalisiert Zinserhöhungen
  • Staatsanleihenrenditen und Dollar steigen
  • Zentralbanken kaufen weiter Gold

Der Goldpreis beendete die Handelswoche mit einem leichten Minus. Am Freitag notierte die Feinunze bei 4.522,60 US-Dollar – ein Rückgang von 0,48 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht verlor das Edelmetall 0,73 Prozent. Auslöser: das am Donnerstag veröffentlichte Sitzungsprotokoll der US-Notenbank.

Die Fed-Minutes offenbarten eine unerwartet restriktive Haltung. Eine Mehrheit der Währungshüter zeigte sich bereit, die Leitzinsen 2026 erneut anzuheben, falls die Inflation nicht nachhaltig auf die 2-Prozent-Marke zusteuert. Das begrub Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen – ein schwerer Rückschlag für Gold als zinsloses Asset.

Die Folgen waren deutlich. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf rund 4,57 Prozent, der US-Dollar-Index legte zu. Gold wurde für Käufer außerhalb des Dollarraums schlagartig teurer.

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Analysten von ANZ passten ihr Jahresendziel auf 5.600 US-Dollar an – mit Verweis auf die anhaltenden Inflationserwartungen und die Dollarstärke.

Zentralbanken als Gegengewicht

Trotz des kurzfristigen Drucks bleibt die fundamentale Nachfrage robust. Vor allem Notenbanken außerhalb der USA kaufen weiter strategisch Gold, um ihre Währungsreserven zu diversifizieren. Diese institutionelle Akkumulation verhindert größere Einbrüche unter die Unterstützungsmarken.

Am ETF-Markt zeigten sich indes leichte Abflüsse. Die Bestände des SPDR Gold Trust gingen marginal zurück. Das deutet auf Gewinnmitnahmen spekulativer Anleger hin. Das Interesse an physischem Gold bleibt angesichts geopolitischer Unsicherheiten aber stabil.

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Technische Lage

Charttechnisch konsolidiert Gold unterhalb der psychologischen Marke von 4.600 US-Dollar. Seit dem Januar-Rekordhoch bei 5.450 US-Dollar hat das Metall eine Korrektur von rund 17 Prozent vollzogen. Der RSI liegt mit 49,8 Punkten exakt im neutralen Bereich.

Eine erste signifikante Unterstützung liegt bei 4.479 US-Dollar. Auf der Oberseite fungiert die Zone zwischen 4.579 und 4.616 US-Dollar als Widerstand. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 4.670 US-Dollar bleibt außer Reichweite.

In der kommenden Woche richten sich alle Blicke auf die US-Verbraucherdaten. Sie könnten neue Rückschlüsse auf den künftigen Zinspfad der Fed zulassen. Solange die Notenbank an ihrem restriktiven Kurs festhält, dürfte das Aufwärtspotenzial für Gold kurzfristig begrenzt bleiben.

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