Der Goldpreis bewegt sich aktuell in ruhigem Fahrwasser — aber die Ruhe ist trügerisch. Im Hintergrund brodelt ein geopolitischer Konflikt, der das Edelmetall jederzeit aus seiner Seitwärtsbewegung herausreißen könnte.
Spot-Gold notiert bei rund 4.729 Dollar je Unze, nachdem der Kurs am Montag leicht um 0,4 Prozent zulegen konnte. Von einem klaren Aufwärtsimpuls ist das jedoch weit entfernt.
Straße von Hormus als Zünder
Der Grund für die gedämpfte Stimmung liegt in einem paradoxen Zusammenspiel: Eigentlich müsste der eskalierende US-Iran-Konflikt Gold als sicheren Hafen beflügeln. Stattdessen wirkt er als Bremse. Die seit Ende Februar blockierte Straße von Hormus — ein Nadelöhr für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen — treibt die Energiepreise in die Höhe. Brent-Rohöl kletterte zuletzt auf über 104 Dollar je Barrel.
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Steigende Ölpreise heizen die Inflation an. Und höhere Inflation erhöht den Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen anzuheben — oder zumindest nicht zu senken. Für Gold, das keine Zinsen abwirft, ist das ein strukturell ungünstiges Umfeld.
Trumps Diplomatie trägt wenig zur Beruhigung bei: Irans Gegenvorschlag zum US-Friedensplan bezeichnete er als „völlig inakzeptabel“ und den laufenden Waffenstillstand als auf „massiver Lebenserhaltung“. Teheran besteht seinerseits auf Sanktionserleichterungen, der Anerkennung der Souveränität über die Straße von Hormus und Kriegsschadensersatz. Eine Einigung scheint weiter entfernt denn je.
CPI-Daten als nächste Weichenstellung
Neben dem Nahen Osten richtet sich der Blick auf den US-Verbraucherpreisindex für April, der heute veröffentlicht wird. Analysten erwarten einen Anstieg der Jahresrate von 3,3 auf 3,8 Prozent — angetrieben vor allem durch saisonbereinigt rund 6,8 Prozent höhere Benzinpreise. Die Kernrate, die Energie und Lebensmittel ausklammert, dürfte von 2,6 auf 2,8 Prozent steigen.
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Sollten die Zahlen die Prognosen übertreffen, könnte die Fed-Debatte über mögliche Zinserhöhungen neu entfachen. Der US-Dollar-Index legte im asiatischen Handel bereits leicht zu — was Gold für internationale Käufer verteuert und zusätzlichen Gegenwind erzeugt.
Parallel dazu treffen Trump und Chinas Präsident Xi Jinping diese Woche in Peking zusammen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Iran-Krise, Taiwan und Handelsfragen. Marktbeobachter setzen gewisse Hoffnungen darauf, dass Peking — als wichtiger Wirtschaftspartner Teherans — zur Deeskalation beitragen könnte. Ob das gelingt, bleibt offen.
Silber präsentierte sich zuletzt deutlich lebhafter und notierte bei rund 86,31 Dollar je Unze — ein kräftiger Anstieg, der zeigt, dass Risikoappetit im Edelmetallsektor durchaus vorhanden ist. Gold selbst wartet noch auf seinen Impuls.
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