Der malawische Uranproduzent Lotus Resources kämpft mit einem akuten Betriebsproblem. Die Mine Kayelekera steht still – ausgelöst durch einen Lieferengpass bei Schwefelsäure. Das Chemikal wird für die Aufbereitung des Uranerzes benötigt. Arbeiten an der betriebseigenen Säureanlage laufen parallel.

Die Produktionsunterbrechung könnte vertragliche Folgen haben. Ursprünglich waren für das zweite Halbjahr 2026 Lieferungen von 1,01 Millionen Pfund Uran geplant. Lotus verhandelt nun mit Kunden über einen Aufschub.

Vor dem Stopp hatte die Mine zuletzt solide Zahlen geliefert: 47.300 Pfund U3O8 im April, 73.600 Pfund im Mai. Ein scharfer Einschnitt.

Finanzielle Absicherung läuft

Parallel sucht das Unternehmen nach frischem Geld. Lotus hat eine Absichtserklärung mit dem Schweizer Rohstoffhändler Mercuria Energy Group unterzeichnet. Geplant ist eine Vorauszahlung von bis zu 30 Millionen Dollar. Im Gegenzug vermarktet Mercuria 3 Millionen Pfund Uran über 30 Monate.

Frühestens im September 2026 könnte die erste Lieferung erfolgen. Ob der Zeitplan hält, hängt von der Wiederaufnahme der Produktion ab.

Uranmarkt bleibt angespannt

Die globale Nachfrage nach Kernbrennstoff zieht an. Doch einzelne Projekte kämpfen mit lokalen Risiken. Lotus Resources zeigt, wie verwundbar die Lieferkette selbst bei strategischen Rohstoffen sein kann.

Die Gespräche mit den Abnehmern laufen. Ob die Lieferfristen tatsächlich verschoben werden können, ist offen. Für Lotus geht es jetzt darum, die Säureversorgung schnell zu sichern – sonst drohen weitere Verzögerungen bei den Auslieferungen.