Österreich fördert wieder mehr eigenes Gas. OMV hat im niederösterreichischen Wittau die Erdgasproduktion aufgenommen — ein Projekt, das den Anteil heimischer Versorgung am nationalen Gasbedarf von 6 auf bis zu 10 Prozent heben soll.
Erste Phase: 11 Terawattstunden aus 5.000 Metern Tiefe
Für die Erschließung des Feldes im Weinviertel brachte OMV zwei Bohrungen auf rund 5.000 Meter Tiefe nieder und verlegte eine zwölf Kilometer lange Anschlussleitung. Die erste Förderphase umfasst rund 11 Terawattstunden Erdgas — rechnerisch genug, um etwa 100.000 Haushalte über zehn Jahre zu versorgen. Die ersten Lieferungen ans Leitungsnetz sind für den Winter 2026/27 geplant.
Für OMVs österreichische Gasproduktion bedeutet das einen unmittelbaren Anstieg um rund 50 Prozent.
Geopolitischer Rückenwind
Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig. Nachdem die russischen Gasimporte Ende 2024 eingestellt wurden, gewinnt heimische Förderung strategisches Gewicht. Die Konzernleitung verweist auf geopolitische Spannungen als Argument für stabile inländische Quellen.
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Die Aktie notiert auf einem 52-Wochen-Hoch von 63,65 Euro — seit Jahresbeginn ein Plus von gut 31 Prozent. Das spiegelt wider, wie hoch der Markt Versorgungssicherheit gerade bewertet.
Ausbaupotenzial und regulatorische Hürden
Das Vorkommen in Wittau bietet erheblichen Spielraum. Die gesamten förderbaren Ressourcen werden auf bis zu 48 Terawattstunden geschätzt. Ein vollständiger Ausbau könnte die gesamte österreichische Gasproduktion des Konzerns verdoppeln — mit potenziellen Folgeinvestitionen von bis zu 500 Millionen Euro.
Politisch verknüpft sich das Projekt mit einer anderen Debatte: Im Zuge der Standorteröffnung wurden Forderungen laut, das bestehende Verbot der CO₂-Speicherung aufzuheben. Ohne CCS-Technologie lässt sich die Förderung langfristig nur schwer mit den Klimazielen vereinbaren. Ob die Politik diesen Schritt geht, entscheidet mit darüber, wie weit OMV das Wittauer Feld tatsächlich ausbauen kann.
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