Primary Hydrogen Corp. hat sich mit dem Northumberland Natural Hydrogen Project ein weiteres Explorationsgebiet gesichert. Das Unternehmen steckte in der Cumberland Basin in Nova Scotia zwei Explorationslizenzen mit insgesamt 72 Claims ab, die sich über rund 1.166 Hektar erstrecken. Das teilte Primary Hydrogen am heutigen Mittwoch mit.

Damit erweitert das Unternehmen sein Portfolio um ein zweites Standbein neben dem britisch-kolumbischen Kernprojekt Wicheeda North. Wichtig für Anleger: Auf dem neuen Gebiet in Nova Scotia wurde bislang weder gebohrt noch ein Wasserstoffvorkommen nachgewiesen. Es handelt sich also um ein frühes Explorationsstadium, dessen Wert sich erst durch künftige Untersuchungen belegen muss.

Wicheeda North bleibt das operative Zugpferd

Der eigentliche Katalysator für die jüngste Kursdynamik liegt in British Columbia. Anfang August hatte Primary Hydrogen ein vollständig finanziertes und genehmigtes Explorations- und Erstbohrprogramm für Wicheeda North angekündigt.

Vorgesehen sind unter anderem eine ergänzende Bodengeochemie, eine luftgestützte Radiometrie-Vermessung sowie rund 1.500 Meter Bohrungen, die für den Herbst 2026 angesetzt sind. Nach Unternehmensangaben wäre dies die erste Bohrung in der Geschichte des Grundstücks.

Reuters berichtete, der Markt habe auf die Ankündigung positiv reagiert. Finanziert wird das Programm laut Unternehmensangaben aus vorherigen Flow-Through-Finanzierungen für kritische Mineralien, die Ende Juni und Anfang Juli 2026 bekanntgegeben wurden.

Die erteilte Genehmigung für Wicheeda North deckt zudem bis zu 70 Bohrstandorte ab und soll damit Folgeprogramme bis 2030 ermöglichen, ohne dass neue Betriebsgenehmigungen beantragt werden müssen – laut dem Reuters-Bericht ein wesentlicher Vorteil für die operative Planungssicherheit.

Neues Gebiet als strategische Ergänzung

Mit Northumberland tritt Primary Hydrogen offiziell in den Cumberland-Basin-Distrikt ein. Das Unternehmen bezeichnet das Projekt ausdrücklich als natürliches Wasserstoffvorhaben und betont damit die thematische Nähe zu Wicheeda North. Beide Projekte zielen auf natürliche Wasserstoffvorkommen ab, befinden sich jedoch in unterschiedlichen geologischen Becken und in verschiedenen kanadischen Provinzen.

Für Investoren bedeutet die Doppelstrategie eine Risikostreuung über zwei Standorte, gleichzeitig aber auch zwei parallele Explorationsrisiken. Während Wicheeda North bereits konkrete Bohrarbeiten vor sich hat, steht Northumberland noch am Anfang der Untersuchungsphase.

Kursreaktion spiegelt gestiegenes Interesse

Der Aktienkurs honorierte die Nachrichtenlage der vergangenen Wochen deutlich: Am heutigen Mittwoch notiert die Aktie bei 1,04 Euro und damit 4,0 Prozent über dem Schlusskurs vom Dienstag.

Zugleich markiert dieses Niveau ein neues 52-Wochen-Hoch, was die anhaltende Nachfrage nach der Aktie unterstreicht. Über die vergangenen 30 Tage hat sich der Kurs um 69 Prozent verteuert – ein Anstieg, der sich maßgeblich auf die Abfolge der Projekt- und Finanzierungsmeldungen zurückführen lässt.

Automatisierte Marktscreener stuften die Wicheeda-North-Ankündigung als das kursrelevante Ereignis des Tages ein, was die fundamentale Bedeutung der operativen Fortschritte für die Bewertung des Unternehmens zusätzlich bestätigt.