Der Silberpreis sitzt in der Falle. Auf der einen Seite schwinden die physischen Bestände in Rekordtempo. Auf der anderen Seite drückt die harte Geldpolitik der US-Notenbank massiv auf die Stimmung. Wer das Edelmetall derzeit handelt, braucht starke Nerven.
Sechstes Defizit in Folge
Das Silver Institute liefert klare Fakten. Für das Jahr 2026 erwarten die Experten ein Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Produktion reagiert auf diese Knappheit kaum. Etwa drei Viertel des Silbers fallen lediglich als Nebenprodukt beim Abbau anderer Metalle an. Hohe Preise locken daher nur wenig neues Angebot auf den Markt.
Industrie sucht nach Alternativen
Hohe Kosten zwingen die Solarindustrie zum Umdenken. Als die Preise über 80 Dollar je Unze schossen, suchten Hersteller dringend nach Alternativen. Schließlich macht das Edelmetall bis zu 29 Prozent der Modulkosten aus.
Die Folge: Der Bedarf der Solarbranche sinkt. Nach einem Rückgang im vergangenen Jahr rechnen Analysten von Metals Focus für 2026 mit einem weiteren Minus auf 151 Millionen Unzen. Dennoch absorbiert die Industrie weiterhin rund die Hälfte der globalen Silbernachfrage.
Zinsen bremsen den Ausbruch
Die physischen Bestände schmelzen rapide. Seit 2021 flossen fast 762 Millionen Unzen aus den Lagern ab. An der Terminbörse COMEX liegen die sofort lieferbaren Reserven aktuell bei rund 82 Millionen Unzen.
Diese Knappheit treibt den Preis allerdings nur bedingt. Am Mittwoch kletterte Silber zwar um drei Prozent auf 60 Dollar. Der monetäre Gegenwind bleibt aber gewaltig. Investoren preisen für dieses Jahr weitere US-Zinserhöhungen ein.
Der neue Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte zuletzt das Inflationsziel von zwei Prozent. Ein robuster Arbeitsmarkt gibt der Notenbank den nötigen Spielraum für diesen Kurs. Abseits davon beobachten Händler aufmerksam die US-Iran-Gespräche in Katar.
Ende Juli fallen die nächsten Richtungsentscheidungen. Am 28. und 29. Juli tritt die US-Notenbank zu ihrer FOMC-Sitzung zusammen. Direkt danach veröffentlicht die US-Regierung am 30. Juli die PCE-Inflationsdaten für den Juni. Diese Termine werden maßgeblich bestimmen, ob die Zinsangst oder die physische Knappheit den Markt dominiert.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 2. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


