Eskalierende Spannungen im Nahen Osten schicken Schockwellen durch die Rohstoffmärkte. Während Rohöl massiv teurer wird, geraten Edelmetalle unter die Räder. Silber steuert aktuell auf einen Wochenverlust von knapp sieben Prozent zu.
Eskalation am Golf treibt Ölpreise
Die USA und der Iran blockieren weiterhin die strategisch wichtige Straße von Hormus. Friedensgespräche stocken. US-Präsident Donald Trump heizte die Stimmung über soziale Medien zusätzlich an. Er wies die US-Marine an, feindliche Minenleger zu beschießen. Parallel dazu enterten US-Truppen einen iranischen Supertanker im Indischen Ozean.
Die Folge: Ein sprunghafter Anstieg der Energiekosten. Der Preis für ein Barrel Öl stabilisiert sich derzeit um die Marke von 93 US-Dollar.
Zinsangst belastet Edelmetalle
Teures Öl schürt am Markt die Angst vor einer hartnäckigen Inflation. Das trifft Silber gleich doppelt. Edelmetalle werfen keine Zinsen ab und verlieren dadurch an Attraktivität. Obendrein wächst die Sorge vor einer strafferen Geldpolitik der Zentralbanken.
Silber reagiert im aktuellen Umfeld nicht als sicherer Hafen. Der Kurs verhält sich eher wie ein Risiko-Asset. Ein starker US-Dollar und steigende Anleiherenditen setzen den Preis unter Druck. Marktbeobachter blicken nun gebannt auf den 29. April. Dann verkündet die US-Notenbank Federal Reserve ihren nächsten Zinsentscheid.
Wichtige Chartmarken fallen
Der Preisrückgang hinterlässt Spuren im Chartbild. Silber notiert aktuell bei rund 75 US-Dollar pro Unze. Damit fällt der Kurs unter die psychologisch wichtige 38-Tage-Linie. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt allerdings intakt. Das Edelmetall hält sich weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Die Preisschwankungen bleiben extrem hoch. Nach Rekordständen zu Jahresbeginn stürzte der Kurs während der jüngsten Gefechte zeitweise auf 61 US-Dollar ab. Aktuell testet der Markt die Unterstützung bei 75 US-Dollar. Fällt Silber nachhaltig unter dieses Niveau, rechnen Analysten mit einer schnellen Korrektur in Richtung 72 US-Dollar.
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